Einstellungstest Wirtschaft: Infos, Tipps und Übungsaufgaben

Aktualisiert am 4. Januar 2022 von Ömer Bekar

Infos zu Einstellungstest Wirtschaft

Bei einem Einstellungstest werden so gut wie immer auch Fragen zur Wirtschaft gestellt.

Meist haben Sie es schon als Schüler mit der Wirtschaftskunde zu tun. Während der Berufsausbildung steht die Wirtschaftslehre ebenfalls auf dem Lehrplan und auch bei der Abschlussprüfung taucht sie auf. Im Beruf sind Sie dann mitten in der Wirtschaftswelt angekommen. Zumindest die Grundzüge der wirtschaftlichen Zusammenhänge sollten Sie deshalb kennen. Zumal Sie auch bei einem Einstellungstest immer mit ein paar Fragen zur Wirtschaft rechnen müssen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wann und wo Sie der Wirtschaftskunde begegnen. Und mit ein paar Beispielfragen können Sie in Vorbereitung auf den Einstellungstest prüfen, wie fit Sie in Sachen Wirtschaft sind.

Einstellungstest Wirtschaft

Ob in der Schule, während der Lehre, beim Einstellungstest oder im Berufsalltag: Die Wirtschaft gehört zu den Themen, die eigentlich allgegenwärtig sind. Im kaufmännischen Bereich spielt die Wirtschaftskunde zwar eine größere Rolle als zum Beispiel im Handwerk oder in technischen Berufen.

Doch letztlich führt an der Wirtschaftslehre nirgends ein Weg vorbei. Denn die Wirtschaft ist ein sehr weitläufiges Thema, in das zudem Inhalte aus vielen anderen Bereichen hineinspielen. So zum Beispiel aus der Politik, der Geschichte oder auch dem Arbeits- und Steuerrecht.

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Die Wirtschaftslehre als Unterrichtsfach in der Schule

In der Schule gehört die Wirtschaftskunde zu den Unterrichtsfächern. Dabei möchte sie den Schülern die wesentlichen Grundlagen und Zusammenhänge in der Arbeits- und Wirtschaftswelt vermitteln.

Auf diese Weise soll die Basis dafür entstehen, dass die Schüler auf die Ausbildung vorbereitet sind, sich im Berufsleben zurechtfinden und die Abläufe in einem Unternehmen erfassen und nachvollziehen können. Gleichzeitig möchte die Wirtschaftslehre Wissen an die Hand geben, das den Schülern bei ihrer Berufswahl im Allgemeinen weiterhilft.

Die Wirtschaftskunde ist aber nicht in allen Bundesländern ein eigenständiges Unterrichtsfach. Stattdessen bildet sie zum Teil mit Erdkunde und Gemeinschaftskunde, Politik oder Recht ein kombiniertes Schulfach.

In den allgemeinbildenden Schulen ist die Wirtschaftslehre ein Fach, das zusammen mit vielen anderen Fächern auf dem Lehrplan steht. Im Unterschied dazu gibt es weiterbildende Schulen mit einer klaren Ausrichtung auf die Wirtschaft. Dazu zählen in Deutschland das Wirtschaftsgymnasium, die Handelsschule und die Höhere Handelsschule.

Die Wirtschaftskunde als Inhalt bei der beruflichen Ausbildung

Wenn Sie die Schulzeit hinter sich haben und einen Beruf erlernen, treffen Sie erneut auf die Wirtschaftskunde. Denn in der Berufsschule ist sie ein fester Bestandteil des Lehrplans. Das gilt für alle Ausbildungsberufe. Und das Unterrichtsfach nennt sich Wirtschafts- und Sozialkunde oder kurz WiSo.

Der Unterricht soll Ihnen Kenntnisse über “allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt” vermitteln. Allerdings gibt es keinen bundesweit einheitlichen Lehrplan. Die Kultusministerkonferenz der Bundesländer hat zwar bestimmte Themen und Inhalte festgelegt, die in der Berufsschule behandelt und bei Prüfungen abgefragt werden.

Doch weil das Bildungswesen in Deutschland Ländersache ist, setzt jedes Bundesland die Vorgaben in seinem eigenen Lehrplan um. Aus diesem Grund unterscheiden sich die Lernziele im Fach Wirtschafts- und Sozialkunde sowohl was die Inhalte als auch was den Umfang angeht, in den einzelnen Ländern teils voneinander.

Die Abschlussprüfung in WiSo

Um Ihre Berufsausbildung abzuschließen, legen Sie eine Prüfung ab. Je nach Beruf handelt es sich dabei entweder um die Abschlussprüfung. In diesem Fall haben Sie ungefähr nach der Hälfte der Lehre an der Zwischenprüfung teilgenommen. Oder Sie haben Teil 2 der gestreckten Abschlussprüfung vor sich.

Bei beiden Varianten beinhaltet die Prüfung einen Teil, in dem es speziell um Ihren Ausbildungsberuf geht. Dazu kommt ein schriftlicher Test, der Ihr Wissen im Fach Wirtschafts- und Sozialkunde prüft.

Welche Themen bei der Prüfung abgefragt werden, ist in den Ausbildungsverordnungen nicht definiert. Auch das Berufsbildungsgesetz (BBiG) legt sich nicht konkret fest. § 38 BBiG besagt nur, dass Sie im Rahmen der Abschlussprüfung unter Beweis stellen sollen, dass Sie den Stoff beherrschen, den Sie während der Ausbildung gelernt haben und für Ihren Beruf brauchen.

Wenn Sie sich auf die Prüfung vorbereiten, sollten Sie sich deshalb die Inhalte des Berufsschulunterrichts noch einmal vornehmen. Gehen Sie sich Ihre Bücher und Ihre Aufzeichnungen durch. Damit sind Sie auf der sicheren Seite. Gut ist auch, wenn Sie sich frühere Abschlussprüfungen anschauen. Mit diesen Fragen können Sie gezielt üben und wissen gleichzeitig, was ungefähr auf Sie zukommt.

Fragen beim Einstellungstest rund um die Wirtschaft

Bewerben Sie sich um eine Lehrstelle oder einen Arbeitsplatz, laden Sie einige Unternehmen zu einem Eignungstest ein. Denn nicht jeder Arbeitgeber gibt sich mit Ihrer schriftlichen Bewerbung und einem kurzen Vorstellungsgespräch zufrieden.

Um den Bewerber zu finden, der am besten zum Job und zum Unternehmen passt, sieht das Bewerbungs- und Auswahlverfahren stattdessen einen Einstellungstest oder ein Assessment-Center vor. Diese Verfahren beinhalten dann verschiedene Tests. Der Arbeitgeber kann sich dadurch ein umfassendes Bild von Ihnen machen. Und Sie haben die Chance, zu zeigen, was Sie können.

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Ein Bestandteil von so einem Einstellungstest ist die schriftliche Prüfung. Hier müssen Sie Aufgaben lösen, die unterschiedliche Kenntnisse und Fähigkeiten testen. Logisches Denken, Merkfähigkeit oder Allgemeinwissen sind ein paar Beispiele. Und auch die Wirtschaft taucht dabei auf.

Wie viel Raum die Wirtschaftskunde einnimmt, hängt vom Beruf ab. Bewerben Sie sich im kaufmännischen Bereich, kann gut sein, dass sich ein ganzer Abschnitt vom Einstellungstest mit Fragen zur Wirtschaft befasst. Denn als Kaufmann oder Kauffrau sind solide Kenntnisse in Deutsch, Mathe und eben auch Wirtschaftskunde unverzichtbar.

Möchten Sie einen handwerklichen oder technischen Beruf ausüben, rückt die Wirtschaftslehre etwas in den Hintergrund. Auch in medizinischen und sozialen Berufen gibt es Themen, die mehr Gewicht haben als die Wirtschaftskunde. Um die Wirtschaft kommen Sie auch hier zwar nicht herum. Aber die Anzahl der Fragen hält sich in Grenzen und die Aufgaben sind meist in den allgemeinen Wissenstest eingebettet.

Machen Sie sich nicht unnötig verrückt!

Generell Sie müssen sich keine allzu großen Sorgen machen. Denn zum einen werden bei einem Einstellungstest keine Fragen zur Wirtschaft gestellt, die tief ins Detail gehen und spezifisches Fachwissen erfordern. Ein Einstellungstest soll lediglich herausfinden, ob Sie grundsätzlich für den Job geeignet sind. Deshalb bleibt es bei Inhalten, die grundlegendes Wissen abfragen.

 
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Zum anderen sind die Aufgaben beim Einstellungstest in aller Regel Auswahlfragen. Das heißt: Zu jeder Frage bekommen Sie mehrere Antworten zur Auswahl. Aus diesen Vorschlägen müssen Sie die richtige Lösung auswählen. Schlimmstenfalls können Sie deshalb auch mal raten.

Einstellungstest Wirtschaft – 10 Aufgaben zum Üben

Nun wissen Sie zwar, dass Sie nicht nur in der Schule und während der Ausbildung, sondern auch bei einem Einstellungstest zumindest in gewissem Umfang Wirtschaftswissen brauchen. Aber vielleicht haben Sie keine Vorstellung davon, wie beim Einstellungstest Wissen zur Wirtschaft abgefragt wird. Damit Sie einen Eindruck bekommen, haben wir einen kleinen Online-Test mit zehn Aufgaben für Sie vorbereitet.

1. Frau Meier arbeitet in Frankfurt am Main. Doch sie wohnt in Wiesbaden. Wo muss Frau Meier ihre jährliche Steuererklärung abgeben?

a) Finanzamt Frankfurt am Main
b) Finanzamt Wiesbaden
c) beim Arbeitgeber
d) Frau Meier kann frei entscheiden, wo sie ihre Steuererklärung einreicht.


2. Eigentümer im rechtlichen Sinne sind Sie, wenn Sie …?

a) eine Sache besitzen.
b) die tatsächliche Verfügungsgewalt über eine Sache haben.
c) die rechtliche Verfügungsgewalt über eine Sache haben.
d) den rechtlichen Anspruch darauf haben, eine Sache zu nutzen.


3. Wer ist beschränkt geschäftsfähig?

a) Kinder unter 7 Jahren
b) Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 18 Jahren
c) Erwachsene zwischen 18 und 21 Jahren
d) Erwachsene, die auf Basis einer Vollmacht Geschäfte für Dritte erledigen


4. Wann spricht die Börse vom Bärenmarkt?

a) bei stark steigenden Kursen
b) wenn die Kurse über einen langen Zeitraum stabil bleiben
c) bei stark fallenden Kursen
d) wenn einzelne Werte enorm schwanken


5. Die Erträge, die ein thesaurierender Fonds erwirtschaftet, werden …?

a) verwendet, um das Fondsvermögen zu erhöhen.
b) an die Anteilseigner ausgeschüttet.
c) für Rücklagen verwendet, um so wirtschaftlich schwache Zeiten abzufedern.
d) schrittweise an die Anteilseigner ausgezahlt.


6. Wie wirkt sich eine Stagflation auf die Wirtschaftsleistung aus?

a) starker Anstieg der Wirtschaftsleistung bei gleichzeitiger Inflation
b) massiver Rückgang der Wirtschaftsleistung mit folgender Inflation
c) die Wirtschaftsleistung stagniert nach einer hohen Inflation
d) stagnierende Wirtschaftsleistung bei gleichzeitiger Inflation


7. Wie hieß die europäische Gemeinschaftswährung, die dem Euro vorausging?

a) EUP
b) Euro-Mark
c) ECU
d) Euro-Dollar


8. Wer bezahlt die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung?

a) Arbeitnehmer
b) Arbeitgeber
c) Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils zur Hälfte
d) Staat

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9. Was legt die Ausbildungsordnung für einen Ausbildungsberuf nicht fest?

a) Berufsbezeichnung
b) Ausbildungsdauer
c) Anforderungen an die Prüfung
d) Höhe der Ausbildungsvergütung


10. Welche Frist müssen Sie einhalten, wenn Sie Ihren Arbeitsvertrag ordentlich kündigen wollen?

a) zwei Wochen
b) vier Wochen zum 15. oder Ende eines Monats
c) drei Monate
d) sechs Monate


Die Lösungen

1. b

Der Arbeitgeber führt zwar die fälligen Steuern und Abgaben für Frau Meiers Gehalt ans Finanzamt ab. Doch mit der Steuererklärung von Frau Meier hat er nichts zu tun. Für ihre Steuerklärung ist das Finanzamt am Wohnort von Frau Meier zuständig. Ob sie an ihrem Wohnort oder in einer anderen Stadt arbeitet, spielt keine Rolle. Deshalb muss Frau Meier ihre Steuererklärung beim Finanzamt Wiesbaden abgeben.

2. c

Rechtmäßiger Eigentümer sind Sie, wenn Sie die rechtliche Verfügungsgewalt über eine Sache haben. Die rechtlichen Regelungen zum Eigentum stehen in den §§ 903 ff. BGB. Ein Beispiel: Sie leihen einem Freund eine CD. Dadurch ist er derzeit im Besitz der CD. Doch der Eigentümer sind und bleiben Sie. Denn die CD gehört Ihnen, während Ihr Freund die CD nur (vorübergehend) hat.

3. b

In § 106 BGB ist geregelt, dass Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 7 und 18 Jahren beschränkt geschäftsfähig sind. Sie können zwar Verträge abschließen, allerdings sind diese meist schwebend unwirksam. Wirksam wird der jeweilige Vertrag erst dann, wenn die Eltern zugestimmt haben. Dabei können die Eltern im Vorfeld oder im Nachhinein einwilligen. Stimmen die Eltern aber nicht zu, ist der Vertrag nichtig.

4. c

Der Begriff Bärenmarkt steht für eine Phase an der Börse, in der die Kurse deutlich fallen. Das Gegenteil davon, also wenn die Kurse spürbar steigen, ist der Bullenmarkt.

5. a

Bei einem thesaurierenden Fonds fließen die Erträge in das Fondsvermögen zurück. Dadurch gewinnen die Fondsanteile an Wert und das Vermögen des Fonds erhöht sich. Für den Anteilseigner kann das aus steuerlicher Sicht vorteilhafter sein, als wenn er sich die Anteile erst auszahlen lässt und danach neu angelegt.

6. d

Bei einer Stagflation kommen eine stagnierende Wirtschaftsleistung und eine Inflation zusammen. Für die Wirtschaftspolitik ist das fatal. Denn sie kann keine Gelder oder Kredite einsetzen, um die Wirtschaftsleistung anzukurbeln. Dadurch würde nämlich die Inflation nämlich noch weiter ansteigen. Andersherum kann sie aber auch der Inflation nicht entgegensteuern, indem sie Kredite streicht, um die Geldmenge zu verkleinern. Denn das würde die Wirtschaft nur noch zusätzlich lähmen.

7. c

Zwischen 1979 und 1998 gab es als Rechnungseinheit in der Europäischen Union den ECU. Das Kürzel ECU steht für European Currency Unit, zu Deutsch: Europäische Währungseinheit. Um den Wechselkurs der ECU zu bestimmen, wurden die Wechselkurse der europäischen Währungen in einem speziellen Verhältnis gewichtet. Banknoten in dieser Währung gab es aber nicht. Zum 1. Januar 1999 wurde die ECU dann im Verhältnis 1:1 auf den Euro umgestellt.

8. c

Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung tragen der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber jeweils zur Hälfte. Dabei beläuft sich der allgemeine Beitragssatz auf 14,6 % (Stand 2019). Sofern die Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erhebt, kommt er noch obendrauf. Auch die Kosten für den Zusatzbeitrag teilen sich der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber seit Anfang 2019 hälftig.

9. d

Die Inhalte der Ausbildungsordnungen basieren auf dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Darin ist zwar geregelt, dass ein Azubi Anspruch auf eine angemessene Vergütung hat. Doch wie hoch die Vergütung ausfällt, steht nicht im Gesetz. Diese Vereinbarung ist vielmehr Bestandteil des Ausbildungsvertrags. Und für den Ausbildungsvertrag kann ein Tarifvertrag die Grundlage bilden.

10. b

Sofern es in Ihrem Arbeits- oder Tarifvertrag keine anderweitigen Vereinbarungen gibt, gilt für die ordentliche Kündigung eines Arbeitsvertrags die gesetzliche Regelung. Gemäß § 622 Abs. 1 BGB können Sie den Vertrag dadurch jederzeit mit einer vierwöchigen Frist zum 15. oder Letzten eines Monats kündigen. Gründe müssen Sie nicht angeben. Aber Sie müssen schriftlich kündigen. Eine mündliche Kündigung ist nicht wirksam.

Hi! Ich bin Ömer Bekar, der Gründer und Autor dieser Webseite. Seit 2006 bieten wir mit meinem Unternehmen Vorbereitungskurse für Einstellungstests an und konzipieren auch für Behörden & Unternehmen Eignungstests sowie digitale Bewerbungsauswahlverfahren. Dieses Projekt hilft Bewerbern, sicher durch den Einstellungstest zu kommen. Wie kann ich Dir helfen? Gibt es ein bestimmtes Thema, über das ich hier schreiben sollte? Lass es mich wissen unter oemer.bekar [at] einstellungstest-fragen.de.

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