Logische Schlussfolgerungen: Effektives Training

Aktualisiert am 25. Juli 2025 von Ömer Bekar

Aktualisiert am 25. Juli 2025 von Ömer Bekar

Logische Schlussfolgerungen

Logik ist ein fester Bestandteil im Einstellungstest.

Inhalte zu erfassen, logische Zusammenhänge herzustellen und auf dieser Basis die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen, ist im alltäglichen Leben genauso wichtig wie im Berufsalltag. Im Bereich Logik werden im Einstellungstest deshalb gerne Aufgaben gestellt, bei denen Sie logisch sinnvoll weiterdenken müssen. Doch wie sehen solche Testfragen aus?

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Grundsätzlich ist ein Einstellungstest immer auf den Beruf zugeschnitten, für den Sie sich beworben haben. Denn der Test soll Ihre fachliche und persönliche Eignung für die jeweilige Tätigkeit ermitteln und einschätzen. Und wenn Sie zum Beispiel eine Ausbildung als Bauzeichner/-in machen möchten, sind etwas andere Kompetenzen gefragt als bei der Berufsfeuerwehr oder im Einzelhandel.

Trotzdem unterscheiden sich Einstellungstests letztlich nur im Detail voneinander. Das liegt daran, dass die Tests kein berufsspezifisches Fachwissen abfragen. Stattdessen konzentrieren sie sich auf grundlegende Kenntnisse, Fertigkeiten und Interessen. Im Vordergrund stehen also allgemeine Grundlagen, die im Beruf gefragt sind.

Um die gewünschten Informationen zu bekommen, nutzen die Testverfahren bestimmte Aufgabenarten. So wie im Vorstellungsgespräch gewisse Fragen typisch sind, gibt es auch im Einstellungstest typische Übungen. Und dazu gehören Aufgaben mit logischen Schlussfolgerungen.

Was sind logische Schlussfolgerungen?

Sicherlich kennen Sie die Situation, dass Sie aus einer Tatsache oder einer Beobachtung heraus etwas schließen. Ein Beispiel: Sie beobachten, wie Ihre Nachbarin einem Ihnen unbekannten Mann die Tür öffnet. Beide lächeln, wirken vertraut miteinander und begrüßen sich mit einer innigen Umarmung. Weil Sie wissen, dass Ihre Nachbarin zurzeit Single ist, denken Sie, dass der Mann der neue Freund Ihrer Nachbarin sein muss. Diese Schlussfolgerung ziehen Sie aus den Informationen, die Sie haben.

Aber ist Ihre Schlussfolgerung richtig? Könnte es sich nicht genauso einfach nur um einen alten Bekannten handeln, der Ihre Nachbarin besucht? Oder um einen Verwandten, der gerade in der Stadt ist?

Bei einer Schlussfolgerung kommen Sie von einer gegebenen Information auf etwas Neues. Sie versuchen, den Sachverhalt zu verstehen, indem Sie nicht nur auf die äußeren Umstände achten, sondern auch das berücksichtigen, was mit eingeschlossen ist. In unserem Beispiel wäre es das Wissen, dass die Nachbarin alleinstehend ist.

Dadurch, dass Sie regelmäßige und wiederkehrende Dinge beobachten oder Ähnlichkeiten sehen und mit Ihrem vorhandenen Wissen verknüpfen, können Sie Zusammenhänge nachvollziehen und auf Unbekanntes schließen. Die Fähigkeit zum schlussfolgernden Denken bewirkt, dass Sie verschiedene Sachverhalte in Beziehung zueinander setzen und so zu neuen Erkenntnissen gelangen können.

Mehrere Formen von Schlussfolgerungen

Beim schlussfolgernden Denken werden insgesamt drei Hauptformen voneinander unterschieden:

Induktives Denken

Beim induktiven Denken ist die Erfahrung der Ausgangspunkt. Ihr Wissen führt dazu, dass Sie auf einen allgemeinen Sachverhalt schließen können. Sie gehen also gewissermaßen vom Kleinen zum Großen, indem Sie Ihre Kenntnisse auf einen neuen Sachverhalt übertragen.

Ein Beispiel:

In einer Schulklasse haben bei den letzten Klassenarbeiten alle braunhaarigen Jungs eine 3 bekommen.
Daniel hat ebenfalls braune Haare und geht in diese Klasse.
Also wird er bei Klassenarbeiten auch eine 3 bekommen.

Bei dieser Form des schlussfolgernden Denkens ist Vorsicht geboten. Denn es besteht die Gefahr, dass Sie über die tatsächlich vorhandenen Informationen hinausgehen und dadurch falsche Schlüsse ziehen.

Deduktives Denken

Das deduktive Denken wird auch logisches Schließen genannt. Es basiert auf Annahmen oder Voraussetzungen, aus denen eine Schlussfolgerung abgeleitet wird. So wird es möglich, einen bekannten Inhalt auf eine neue Situation anzuwenden.

Ein Beispiel:

Alle Schüler/-innen dieses Jahrgangs haben die Abschlussprüfung bestanden.
Lisa war unter den Schüler/-innen.
Also hat auch Lisa die Abschlussprüfung bestanden.

Analoges Denken

Diese Variante des schlussfolgernden Denkens hat die geringste Zuverlässigkeit. Der Ansatz hier ist, dass von einer Ähnlichkeit in manchen Punkten auf eine Übereinstimmung auch in anderen Punkten geschlossen wird.

 
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Ein Beispiel:

Tim und Peter sind Zwillinge.
Sie sehen sich zum Verwechseln ähnlich.
Deshalb haben sie auch den gleichen Charakter.

Diese Schlussfolgerung kann zwar stimmen, genauso gut aber auch falsch sein. Denn allein vom Aussehen darauf zu schließen, dass sich die Zwillinge auch charakterlich gleichen, stützt sich weniger auf Fakten als auf Spekulation.

Logische Schlussfolgerungen im Einstellungstest

Wenn Sie zum Beispiel eine Erörterung schreiben, beginnen Sie mit einer Annahme, zu der Sie im Verlauf des Textes verschiedene Argumente aufführen, um am Ende eine Schlussfolgerung zu ziehen. In diesem Sinne ist die Schlussfolgerung gleichbedeutend mit einem Ergebnis oder einem Fazit. Begriffe, die auf eine Schlussfolgerung hinweisen, sind zum Beispiel folglich, also, deshalb oder demnach.

Arbeiten Sie hingegen als Sachbearbeiter/-in in einer Behörde und sollen einen Antrag bearbeiten, ist dieser Antrag zwar ein neuer Fall. Aber durch Ihre vorhandenen Kenntnisse wissen Sie, wie Sie vorgehen und welche Punkte Sie klären müssen, um zu einer Entscheidung zu kommen. Es geht also darum, dass Sie Inhalte erfassen, Muster und Regeln erkennen, Zusammenhänge herstellen und zu schlüssigen Ergebnissen kommen, auch wenn nicht alle Informationen zu einem Sachverhalt genannt oder offensichtlich sind.

Diese Fähigkeit, logisch zu denken und sinnvolle Schlussfolgerungen zu ziehen, ist in jedem Beruf wichtig. Aus diesem Grund kommen Aufgaben dazu auch in praktisch jedem Einstellungstest vor. Zu den häufigsten Aufgabentypen dabei gehören diese:

Reihen fortsetzen

Diese Aufgabenstellung soll ermitteln, ob Sie Muster erkennen und Regeln durchschauen. Dazu sehen Sie eine Zahlenreihe, die nach einem bestimmten Schema aufgebaut ist. Sie müssen dieses Schema erkennen, damit Sie die Zahlenreihe fortsetzen oder vervollständigen können.

Ein Beispiel:

Wie geht die Zahlenreihe weiter?

2   4   10   28   82   ?


Lösung: 244

Erklärung: Die Zahlenreihe folgt dem Muster x 3 – 2. Sie multiplizieren eine Zahl also zunächst mit 3 und ziehen von diesem Ergebnis 2 ab. So kommen Sie auf die nächste Zahl in der Reihe.

Anstelle von Zahlen können die Reihen auch aus Buchstaben bestehen. Eine weitere Variante sind Symbolreihen, bei denen sich ein kleines Detail bei den einzelnen Symbolen verändert.

Wortgleichungen

Bei diesem Aufgabentyp ist eine Gleichung aus Wortpaaren vorgegeben. Dabei ist ein Paar unvollständig. Sie müssen den Begriff finden, der dazu führt, dass ein sinnvolles und logisch richtiges Verhältnis zwischen den Wortpaaren entsteht.

Ein Beispiel:

Laptop verhält sich zu Tastatur wie Papier zu … ?

a) Maus
b) Steckdose
c) Stift
d) Radiergummi
e) Schreibtisch


Lösung: c

Erklärung: Beim Laptop nutzen Sie die Tastatur, um zu schreiben. Auf dem Papier machen Sie das mit einem Stift.

Wochentage

Aufgaben, bei denen Sie einen Wochentag bestimmen sollen, gehören ebenfalls zu den Klassikern beim Einstellungstest. Bei diesen Übungen kommt es tatsächlich darauf an, dass Sie logisch denken und die richtige Schlussfolgerung ziehen.

Ein Beispiel:

Gestern war Mittwoch. Welcher Tag ist übermorgen?


Lösung: Samstag

Erklärung: Wenn gestern Mittwoch war, ist heute Donnerstag. Übermorgen ist folglich Samstag.

Schlussfolgerungen

Manche Testfragen nennen Ihnen Aussagen und eine Schlussfolgerung daraus. Sie müssen beurteilen, ob diese Schlussfolgerung richtig oder falsch ist.

Ein Beispiel:

Im Büro verschwinden jeden Tag mindestens drei Kugelschreiber.
Peter sammelt Kugelschreiber und ist stolz auf seine inzwischen beachtliche Sammlung.
Deswegen muss Peter derjenige sein, der die Kugelschreiber entwendet.

Stimmt die Schlussfolgerung?   __ ja    __ nein


Lösung und Erklärung: Nein, die Schlussfolgerung stimmt nicht. Bloß weil Peter Kugelschreiber sammelt, ist er nicht zwangsläufig ein Dieb. Diese Schlussfolgerung wäre deshalb bestenfalls ein Verdacht oder eine Vermutung, aber nichts, was sich auf Fakten stützt.

Die Aussagen im Einstellungstest müssen nicht immer sinnvoll sein. Manchmal werden auch absurde Thesen aufgestellt, um Sie zu verwirren (zum Beispiel: Fische fahren Fahrrad). Konzentrieren Sie sich deshalb immer nur auf die inhaltliche Aussage und ziehen daraus eine logische Schlussfolgerung.

Schlussfolgerndes Denken können Sie gut und gezielt trainieren. Verschiedene Übungsaufgaben dazu haben wir für Sie bereitgestellt.
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Wer schreibt hier?

Herzlich willkommen auf einstellungstest-fragen.de! Mein Name ist Ömer Bekar Seit 2004 bin ich in der Branche der Eignungsdiagnostik tätig. Wir sind kein Verlag, sondern direkt aus der Praxis kommende Experten. Wir gestalten Eignungsauswahlprozesse für Behörden, Unternehmen und Schulen. Mit uns hast du Partner an der Seite, der zahlreiche Einstellungstests mit tausenden von Teilnehmern für Berufe wie Polizei, Verwaltung und viele andere durchgeführt hat. Wir haben Bewerber qualifiziert für die wichtigsten Unternehmen und Behörden, einschließlich der drei bekanntesten Telekommunikationsunternehmen in Deutschland. Auf unserer Plattform bieten wir dir zielgenaue und effektive Vorbereitungskurse an, die auf valide Erhebungen und wissenschaftlich fundierte Testverfahren basieren. Vertrau auf unsere Erfahrung und bereite dich mit uns optimal vor!

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