
Im Eignungstest prüfen verschiedene Aufgabenarten das schlussfolgernde Denken.
Inhalte erfassen, Muster durchschauen, Regeln erkennen, Zusammenhänge herstellen und logisch richtig weiterdenken: Solche Fähigkeiten sind in jedem Beruf gefragt. Deshalb enthält ein Einstellungstest immer auch Aufgaben zur Logik. Doch was hat es damit auf sich? Was ist schlussfolgerndes Denken und wie sehen die Testfragen dazu aus?
Schlussfolgerndes Denken im Einstellungstest
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Sie kennen es bestimmt: In der Schule wird Ihnen eine Aufgabe gestellt, die Sie lösen sollen, indem Sie die vorgegebenen Informationen nutzen und schlüssig miteinander verknüpfen. Die Fragen im Einstellungstest basieren auf einem ähnlichen Prinzip. Auch hier geht es darum, die Informationen zu erfassen, auszuwerten und logisch weiterzudenken.
Die Voraussetzung dafür ist schlussfolgerndes Denken. Was das ist und was Sie im Einstellungstest erwartet, erfahren Sie jetzt.
Was genau ist schlussfolgerndes Denken?
Sie haben sicherlich schon einmal eine Beobachtung gemacht und daraus Rückschlüsse gezogen. Zum Beispiel so: In den sozialen Netzwerken hat ein befreundetes Paar ein Foto veröffentlicht, auf dem sie ihre Hand mit einem Ring am Finger in die Kamera hält. Sie schließen daraus, dass sich die beiden verlobt haben.
Aber was genau bedeutet es, solche Folgerungen ableiten zu können? Im Grunde geht es darum, dass Sie bei dieser Form des Denkens von einer gegebenen Information zu einer neuen kommen. Sie sind in der Lage, bei einem Sachverhalt oder einer Situation nicht nur die äußeren Umstände zu sehen, sondern auch das, was mit eingeschlossen ist.
Bei unserem Beispiel mit dem Foto haben Sie nicht nur festgestellt, dass Ihre Freundin einen neuen Ring hat. Stattdessen haben Sie geschlussfolgert, dass sich Ihre Freunde verlobt haben. Möglich war das deshalb, weil Sie wussten, welche Bedeutung ein solches Foto mit Ring hat. Außerdem kennen Sie Ihre Freunde und wissen, dass sie ein glückliches Paar sind. Folglich konnten Sie die Informationen miteinander verbinden und Schlüsse daraus ziehen.
Sie sind also in der Lage, Zusammenhänge zwischen Phänomenen herzustellen, die sich regelmäßig wiederholen. Dazu kommt die Fähigkeit, Ähnlichkeiten zu erkennen und Ihr bereits vorhandenes Wissen auf unbekannte Sachverhalte zu übertragen. Auf diese Weise können Sie sich auch neue Inhalte aus vorliegenden Inhalten erschließen.
Genau das ist mit schlussfolgerndem Denken gemeint. Dabei werden bei dieser Form des Denkens drei verschiedene Varianten voneinander unterschieden:
Das deduktive Denken
Das deduktive Denken wird auch logisches Schließen genannt. Es basiert auf vorgegebenen Informationen, aus denen eine Schlussfolgerung abgeleitet werden kann. Die Informationen werden als Prämissen bezeichnet, die Schlussfolgerung als Konklusion. Möglich wird das logische Schließen, weil Sie einen allgemeinen, Ihnen bekannten Inhalt auf eine spezielle Situation übertragen.
Beispiel:
Alle Frauen auf der Party trugen eine Brille.
Lisa war ein Partygast.
→ Lisa trägt eine Brille.
Das induktive Denken
Das induktive Denken geht von Erfahrungen aus. Durch Ihre Erfahrungen ziehen Sie eine Schlussfolgerung über einen allgemeinen Sachverhalt.
Beispiel:
In der Nachbarschaft wurde in letzter Zeit mehrfach in die Villen wohlhabender Familien eingebrochen.
Familie Müller wohnt auch in der Gegend und ist reich.
→ Bei Familie Müller wird bald ebenfalls eingebrochen.
Beim induktiven Denken müssen Sie vorsichtig sein, damit Sie das vorhandene Wissen nicht zu falschen Schlüssen führt. Denn nur weil es in der Nachbarschaft Einbrüche gab, heißt das nicht, dass auch Familie Müller zum Opfer wird. Schließlich könnten es die Diebe auf ganz bestimmte Gegenstände abgesehen haben oder ein besonderes Motiv verfolgen.
Das analoge Denken
Beim analogen Denken legen Sie die Annahme zugrunde, dass eine Ähnlichkeit in manchen Punkten automatisch mit einer Ähnlichkeit in anderen Punkten einhergeht.
Beispiel:
Michael und Peter sind beste Freunde.
Sie teilen viele Hobbys.
→ Sie sind sich auch charakterlich sehr ähnlich.
Das analoge Denken hat die geringste Zuverlässigkeit. Bloß weil Michael und Peter beste Freunde sind und sich Hobbys teilen, ist nicht gesagt, dass sie auch in anderen Punkten wie dem Charakter gleich sind.
Welche Aufgaben zum schlussfolgernden Denken kommen im Einstellungstest vor?
Logisches Denken ist in jedem Beruf gefragt. Ein Logiktest ist deshalb in praktisch jeden Einstellungstest integriert. Dabei können die Aufgaben ganz unterschiedlich gestaltet sein. Zu den gängigsten Übungen gehören aber diese:
Wochentage
Bei diesen Aufgaben müssen Sie bestimmen, welcher Wochentag gesucht ist. Einen besonderen Kniff gibt es nicht. Es geht tatsächlich darum, dass Sie logisch und schlussfolgernd denken.
Beispiel:
Vorgestern war Samstag. Welcher Tag ist übermorgen?
Lösung: Mittwoch
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Erklärung: Wenn vorgestern Samstag war, ist heute Montag. Übermorgen ist folglich Mittwoch.
Denkaufgaben
Klassische Denkaufgaben sehen vor, dass Sie eine vermeintlich einfache Aufgabe beantworten. Wichtig dabei ist aber, dass Sie die Fragestellung sehr genau lesen und gut überlegen. Andernfalls kommen Sie schnell auf die falsche Fährte.
Beispiel:
Im Supermarkt kosten eine Packung Käse und ein Apfel zusammen 2,50 Euro. Dabei ist der Käse 2 Euro teuer als der Apfel. Was kostet der Apfel?
Lösung: 25 Cent
Erklärung: Wenn die beiden Produkte zusammen 2,50 Euro kosten und der Käse 2 Euro teurer ist, kostet der Käse 2,25 Euro und der Apfel 0,25 Euro. Die Falle hier ist, dass viele denken, der Käse würde 2 Euro und der Apfel 0,50 Euro kosten.
Vergleiche
Vergleichsaufgaben nennen Ihnen eine Reihe von Fakten. Dabei werden mehrere Personen oder Gegenstände miteinander verglichen. Ihre Aufgabe ist, zu entscheiden, wer oder was davon das gesuchte Kriterium erfüllt. Auch hier ist wieder wichtig, genau zu lesen.
Beispiel:
Eine Familie hat vier Kinder. Lisa ist älter als Daniel und Florian ist älter als Tina. Lisa und Tina sind Zwillinge und damit gleich alt. Wer ist das jüngste Kind?
Lösung: Daniel
Erklärung: Lisa und Tina haben das gleiche Alter. Weil Florian älter ist als Tina, ist er auch älter als Lisa. Damit bleibt nur Daniel übrig, denn er ist jünger als die Zwillinge.
Zahlen-, Buchstaben und Symbolreihen
Ein echter Klassiker im Einstellungstest sind Zahlenreihen. Hier sehen Sie eine Abfolge aus Zahlen, die auf einer bestimmten Regel beruht. Sie müssen diese Regel erkennen, um die Zahlenreihe dann fortzusetzen oder die fehlende Zahl einzufügen.
Beispiel:
Wie lautet die fehlende Zahl?
4 6 10 ? 34 66 130
Lösung: 18
Erklärung: Das Schema dieser Reihe lautet „- 1, x 2“ Sie ziehen von einer Zahl also zuerst 1 ab und multiplizieren das Ergebnis anschließend mit 2.
Eine Abwandlung dieser Aufgabenart sind Zahlenfelder. Das Prinzip ist gleich, nur stehen die Zahlen nicht in einer Reihe nebeneinander, sondern sind in einem Feld angeordnet. Weitere Varianten sind Reihen, die anstelle von Zahlen aus Buchstaben oder Figuren bestehen.
Suchbilder
Manchmal bekommen Sie Aufgaben, bei denen Sie ein Bild analysieren sollen. Auf diesem sehen Sie verschiedene Gegenstände oder Symbole. Ihre Aufgabe ist es, herauszufinden, welcher Gegenstand oder welches Symbol nicht in das Gesamtbild passt.
Ein Beispiel dafür ist ein Foto mit Haushaltsgegenständen. Sie sehen eine Küche und überall sind Dinge wie Töpfe, Geschirr, Ofenhandschuhe und weitere Kochutensilien verteilt. Irgendwo versteckt sich aber eine Motorsäge, die nicht in dieses Bild passt.
Analogien
Analogien können aus Wörtern oder Symbolen bestehen. Die Aufgabe nennt Ihnen zwei Paare, die in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen. Meist ist ein Paar vollständig, während beim anderen Paar ein Element fehlt. Dass beide Paare unvollständig sind, kommt eher selten vor. Sie müssen die Beziehung innerhalb der Paare herausfinden, um dann den fehlenden Begriff einzusetzen.
Beispiel:
Straße verhält sich zu Auto wie Schiene zu … ?
Verkehr
Landschaft
Zug
Bahnhof
Lösung: Zug
Erklärung: Ein Auto fährt auf der Straße. Damit ein sinnvolles Verhältnis zwischen den beiden Wortpaaren entsteht, brauchen Sie das Fahrzeug, das auf der Schiene unterwegs ist. Und das ist der Zug.
Syllogismen
Im Einstellungstest kommen Aufgaben mit Schlussfolgerungen in Form von sogenannten Syllogismen vor. Sie sind in aller Regel aus drei Teilen aufgebaut, nämlich zwei Aussagen und der Schlussfolgerung daraus.
Als zusätzliche Hürde sind die Aussagen oft absurd. Auf diese Weise soll der Fokus auf schlussfolgerndes Denken gelegt werden. Für Sie heißt das, dass Sie sich tatsächlich nur auf die inhaltliche Aussage konzentrieren sollten. Blenden Sie die Realität aus und ziehen Sie Ihren Schluss rein aus den gegebenen Inhalten.
Je nach Aufgabenstellung müssen Sie beurteilen, ob die Schlussfolgerung stimmt, oder Sie müssen die richtige Schlussfolgerung selbst ziehen.
Beispiel:
Alle Steine sind Socken. Manche Steine sind Autos. Was können Sie darauf schlussfolgern?
a) Keine Socke ist ein Auto.
b) Manche Socken sind Autos.
c) Alle Socken sind Autos.
d) keine der genannten Schlussfolgerungen stimmt.
Lösung: b
Erklärung: Für alle Steine gilt die Voraussetzung, dass sie Socken sind. Wenn einige Steine Autos sind, dann müssen einige Autos gleichzeitig Socken sein. Sonst wäre die Grundvoraussetzung nicht erfüllt.
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