Psychologischer Einstellungstest

Ein psychologischer Einstellungstest wird meist nur dann durchgeführt, wenn die Anforderungen im Berufsalltag von den Bewerbern ganz spezielle Eigenschaften verlangen. Im Allgemeinen reicht ein Persönlichkeitstest, um die Anforderungen zu prüfen, doch da der psychologische Test tiefer geht, sind hier auch speziellere Auswertungen möglich.

Hinweis: Generell wird ein solcher Aufnahmetest für staatliche Berufe wie bei der Feuerwehr, der Bundeswehr, dem Zoll, der Justiz oder der Polizei durchgeführt.

Darüber hinaus kann ein psychologischer Einstellungstest immer dann durchgeführt werden, wenn Bewerber auf besondere psychische Stabilität getestet werden müssen, zum Beispiel in Krankenhäusern oder Hospizen. Doch auch die berühmte „Verkäufermentalität“, die man für einige Berufe benötigt, kann dadurch zum Vorschein gebracht werden. Auch die Verantwortung gegenüber dem Geld anderer Menschen kann im Finanzwesen von erheblicher Bedeutung sein; ähnliches gilt für die generelle Einstellung bei Behörden und in Ämtern.

Tipp: Auf den psychologischen Einstellungstest kann man sich nicht vorbereiten. Man sollte jedoch die Fragen im eigenen Interesse so ehrlich wie irgend möglich beantworten.

Die meisten Tests dieser Art werden nicht von Personalmanagern oder Unternehmensberatern entwickelt, sondern von Psychologen nach den speziellen Anforderungen für jeden Beruf erstellt. Einen psychologischen Einstellungstest bei der Polizei oder der Justiz hat sicherlich ein Polizeipsychologe entwickelt, weil dieser die psychischen Anforderungen sehr genau kennt. Die Fragen richten sich auch nicht nach persönlichen Erfahrungen, sondern sind auf den Beruf, für den der Einstellungstest durchgeführt wird, zugeschnitten.

Wichtig: Hier werden Fragen gestellt, die beispielsweise auf das Verhalten gegenüber Gefangenen (Reaktion bei Sympathie, Nähe zulassen zu Gefangenen, Kontakt auf persönlicher Ebene) oder der Charakterstärke in Bezug auf das Führen einer Schusswaffe abzielen.

Diese beiden Beispiele machen deutlich, dass die Fragen in diesem Test sehr realitätsbezogen und für den Arbeitsalltag unbedingt wichtig sind. Denn wer möchte schon einem Menschen Gefangene anvertrauen, der ihnen eventuell die Freiheit ermöglicht, weil er sich verliebt hat? Um solche und ähnliche Risiken abzuklären, wird im Vorfeld ein psychologischer Einstellungstest durchgeführt. Dieser wird von Ärzten und Psychologen ausgewertet; auch dies ist wieder ein gravierender Unterschied zur Auswertung der üblichen Persönlichkeitstests in vielen Einstellungstests.

Psychologischer Einstellungstest

In den meisten Fällen werden diese Tests mündlich durchgeführt, teilweise auch in Form von Rollenspielen oder Gruppendiskussionen. Daher ist es notwendig, sich auf die Fragen vorzubereiten und über die möglichen Antworten nachzudenken. Auch hier gilt: Seien Sie so ehrlich wie möglich.

1. Übungsaufgabe:

 

Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?

 

2. Testfrage:

 

Wie sehen Sie ihr berufliches und persönliches Fortkommen in diesem Unternehmen in den nächsten 10 Jahren?

 

3. Einstellungstest Frage:

 

Wieso glauben Sie, Sie seien für diesen Beruf besonders gut geeignet?

 

4. Eignungstest Frage:

 

Was können Sie, Ihrer Meinung nach, Positives in diesem Unternehmen bewirken?

 

5. Auswahltest Frage:

 

Die Ausbildung wird zum Teil in einem anderen Bundesland durchgeführt. Hätten Sie ein Problem damit?

 

6. Bewerbertest Frage:

 

Beschreiben Sie Ihre Stärken und Schwächen!

7. Einstellungstest Aufgabe:

 

Wenn andere Menschen Sie beschreiben müssten, was würden sie über Sie sagen?

 

8. Eignungstest Aufgabe:

 

Welche Erwartungen haben Sie, wie die Ausbildung inhaltlich verlaufen wird?

 

9. Bewerbertest Aufgabe:

 

Beschreiben Sie Ihre Ziele im Leben? Welchen Stellenwert hat dabei die Arbeit für Sie?

 

10. Auswahltest Aufgabe:

 

Was erwarten Sie von einem guten Arbeitgeber außer, dass Ihr Gehalt pünktlich bezahlt wird?

 

Lösungshinweise:

Einige Fragen sind mit solchen Fragen vergleichbar, die auch in nahezu jedem Vorstellungsgespräch gestellt werden. Wichtig ist jedoch, dass die Antworten zwar im Vorfeld durchdacht werden, aber nicht auswendig gelernt klingen. Vor allem bei der Frage nach den Stärken und Schwächen ist Kreativität gefragt, denn kein Arbeitgeber möchte von 40 Bewerbern hören, dass seine Schwächen eigentlich seine Stärken sind und hierzu beispielsweise Perfektionismus gehört.

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