Einstellungstest Eignungsdiagnostik

Einstellungstest Eignungsdiagnostik

Die meisten Firmen führen die sogenannte Eignungsdiagnostik bei jedem einzelnen Test durch. Hiermit ist gemeint, dass sie die einzelnen Teile vom Einstellungstest im Hinblick auf ihre Aussagekraft prüfen und bewerten. Dabei ist zu beachten, dass nicht jede Disziplin im Aufnahmetest die gleiche Aussagefähigkeit hat.

Hinweis: Man unterscheidet in der Wissenschaft der Eignungsdiagnostik zwischen Tests mit geringer und Tests mit hoher Aussagefähigkeit.

Genau aus diesem Grund wird ein Einstellungstest nach bestimmten Kriterien zusammengestellt. Die Bewerbung, die Zeugnisse (auch von Praktika) oder die Schulnoten beinhalten nur begrenzt die Möglichkeit, eine Eignung festzustellen und auch der Personalfragebogen hat hier nur begrenzte Interpretationsmöglichkeiten. Da diese Bereiche meist vor einem Einstellungstest abgehandelt werden, ist hier nur eine grobe Einschätzung möglich, die erlaubt, eine gewisse Vorauswahl zu treffen. Genau deshalb wurde der Einstellungstest eingeführt.

Hinweis: Auch das persönliche Einstellungsgespräch, eine Handschriftenanalyse und die generellen Persönlichkeitstests lassen keine genauere Betrachtung des Bewerbers zu. Daher machen sie, wenn überhaupt, nur einen kleinen Teil der Bewerberauswahl aus.

Viel aufschlussreicher sind hingegen die psychologischen Tests, der biografische Fragebogen und die Intelligenztests. Diese Prüfungen basieren auf wissenschaftlichen Studien und sind besonders gut dazu geeignet, die Fähigkeiten, Stärken und Schwächen von Bewerbern darzustellen. Aus diesem Grund werden in Einstellungstests auch genau diese Bereiche mit vielen Fragen abgedeckt. Zum Intelligenztest gehören im weitesten Sinne auch der Wissenstest, das Diktat und der Aufsatz. Darüber hinaus bieten Probearbeiten, Probearbeitstage oder ein Praktikum einen sehr genauen, praxisbezogenen Einblick in den Charakter der Bewerber.

Tipp: Aufgrund dieser Gewichtung sollte man ein Praktikum niemals ablehnen! Auch der psychologische Test und der biografische Fragebogen sollten genau aus diesem Grund immer beantwortet werden. Dies sind die Komponenten, auf die Firmen den größten Wert legen.

Die Einstellungstest Eignungsdiagnostik ist eine Wissenschaft, die aus den Antworten der einzelnen Testkomponenten ein ziemlich genaues Bild des einzelnen Bewerbers erstellt. Mithilfe der Eignungsdiagnostik lassen sich Stärken und Schwächen erkennen und damit einschätzen, ob der Bewerber den Anforderungen des Berufs und den Vorstellungen des Unternehmens entspricht.

Einstellungstest Eignungsdiagnostik

Die Fragen sollten grundsätzlich wahrheitsgemäß und spontan beantwortet werden. Es geht um die psychologischen Voraussetzungen für einen Beruf. Es gibt in der Regel kein Richtig oder Falsch. Bei Multiple-Choice-Aufgaben sollte man die Lösung wählen, die der eigenen Meinung am ehesten entspricht.

1. Übungsaufgabe:

Wieso glauben Sie, dass Sie der perfekte Auszubildende für uns sind?

2. Übungsaufgabe:

Wo waren Sie zuletzt im Urlaub? Was hat ihnen besonders gut gefallen?

3. Übungsaufgabe:

Wenn ich merke, dass ich eine Aufgabe nicht allein bewältigen kann, dann…

a) lasse ich die Arbeit liegen
b) wende ich mich an meinen Vorgesetzten
c) geben die Arbeit unvollendet ab
d) bitte ich Kollegen, mir bei der Fertigstellung zu helfen

4. Übungsaufgabe:

In meiner Ausbildung ist mir wichtig…

a) einen guten Kontakt zu Kollegen zu haben.
b) keine Probleme am Arbeitsplatz zu bekommen
c) pünktlich mein Gehalt zu beziehen
d) mir möglichst viel Wissen und viele Kenntnisse anzueignen

5. Übungsaufgabe:

Neue Aufgaben…

a) machen mir Angst
b) schiebe ich vor mir her
c) löse ich gern
d) sind eine interessante Herausforderung

6. Übungsaufgabe:

Es gibt keine Probleme, es gibt nur Herausforderungen!

a) Stimmt sehr
b) Stimmt etwas
c) Stimmt eher nicht
d) Stimmt gar nicht

7. Übungsaufgabe:

Nicht können heißt: nicht wollen!

a) Stimmt sehr
b) Stimmt etwas
c) Stimmt eher nicht
d) Stimmt gar nicht

8. Übungsaufgabe:

Ich bin eher hilfsbereit und kann keinem meine Hilfe verweigern.

a) Stimmt sehr
b) Stimmt etwas
c) Stimmt eher nicht
d) Stimmt gar nicht

9. Übungsaufgabe:

Teamarbeit macht viele Arbeiten komplizierter als wenn man allein daran arbeitet.

a) Stimmt sehr
b) Stimmt etwas
c) Stimmt eher nicht
d) Stimmt gar nicht

10. Übungsaufgabe:

Ich kann eigene Interessen zum Wohle des Teams zurückstellen.

a) Stimmt sehr
b) Stimmt etwas
c) Stimmt eher nicht
d) Stimmt gar nicht

Lösungshinweise:

Wie erwähnt, gibt es keine richtigen oder falschen Antworten. Wichtig ist letztlich, wirklich zu versuchen, ehrlich zu antworten und immer auch etwas zu berücksichtigen, welche Eigenschaften der Arbeitgeber voraussetzt und welche Eigenschaften für den Beruf wichtig sind. Bei Aufgabe 5 beispielsweise ist Antwort d am sinnvollsten, vor allem, wenn im Bewerbungsanschreiben steht, der Bewerber bringe eine rasche Auffassungsgabe und ein hohes Maß an Lern- und Leistungsbereitschaft mit.