
Nicht nur in der Mathematik, sondern auch beim logischen Denken ist Zahlenverständnis gefragt.
Egal, ob Sie an der Supermarktkasse bezahlen, Ihre Kontoauszüge überprüfen, die Zutaten für ein Rezept abwiegen oder überlegen, wie lange und wie weit Sie fahren müssen, um von A nach B zu kommen: Mathematik ist allgegenwärtig, auch wenn uns das vielleicht nicht immer bewusst ist. Jedenfalls gehört das Rechnen genauso zu den absoluten Grundlagen wie die deutsche Sprache. Kein Wunder also, dass ein Einstellungstest immer auch Ihr Zahlenverständnis testet.
Natürlich gibt es Berufe, bei denen ein gutes Verständnis für Zahlen eine größere Rolle spielt als bei anderen Tätigkeiten. Möchten Sie zum Beispiel im Finanzwesen, im Handel oder auch als Architekt/-in tätig werden, ist mehr Mathematik angesagt als in einem Sozialberuf. Zumindest mathematisches Grundwissen brauchen Sie aber in jedem Job und im Alltag.
Ein Einstellungstest soll feststellen, ob Sie fachlich und persönlich für den angestrebten Beruf geeignet sind. Um ein umfassendes Bild von Ihren Kenntnissen, Fertigkeiten und Interessen zu gewinnen, enthält der Test Aufgaben aus verschiedenen Themenbereichen. Neben Deutsch, Logik, Allgemeinwissen oder Konzentrationsvermögen gehört dazu auch das Zahlenverständnis.
Wie prüft ein Einstellungstest das Zahlenverständnis?
Kein Arbeitgeber erwartet, dass Sie ein echtes Mathe-Genie sind. Auch berufsspezifische Berechnungen müssen Sie als Bewerber/-in nicht beherrschen. Solche Inhalte lernen Sie erst im Rahmen der Ausbildung.
Aber grundlegende Mathematikkenntnisse sollten Sie schon vorweisen können. Denn diese brauchen Sie in jedem Beruf. Dazu kommt, dass die Aufgaben zum Zahlenverständnis im Einstellungstest nicht nur testen, ob Sie rechnen können. Es geht auch darum, ob Sie trotz Anspannung und Zeitdruck konzentriert bleiben, logisch denken und systematisch vorgehen.
Die Testaufgaben zum Zahlenverständnis können sehr vielfältig sein und verschiedene Bereiche behandeln. Zu den gängigen Wissensgebieten gehören aber diese:
Grundrechenarten
In den Testfragen zu den Grundrechenarten geht es um die Addition (+), die Subtraktion (-), die Division (:) und die Multiplikation (x). Teilweise belassen es die Aufgaben bei einer Rechenart, manchmal kommen in den Gleichungen mehrere Rechenarten vor. In diesem Fall müssen Sie an die Punkt-vor-Strich-Regel denken.
Einen Taschenrechner dürfen Sie üblicherweise nicht verwenden. Das ist aber auch nicht unbedingt notwendig. Denn zum einen können Sie Nebenrechnungen auf einem Zettel machen. Diesen müssen Sie nicht abgeben. Zum anderen sind die Augen recht leicht, sodass Sie sie gut im Kopf ausrechnen können. Die Herausforderung ist eher die knapp bemessene Zeit.
Textaufgaben
Viele Aufgaben zum Zahlenverständnis im Einstellungstest sind klassische Textaufgaben. Auch wenn die Inhalte verschieden sein können, brauchen Sie zum Lösen der Textaufgaben oft den Dreisatz oder einfach nur die Grundrechenarten. Einige Aufgaben befassen sich außerdem mit der Geometrie und hier vor allem mit Flächen und Volumina.
Ein weiteres typisches Wissensgebiet im Einstellungstest ist das Rechnen mit Zinsen und Prozenten. Die Textaufgaben dazu beschreiben oft Käufe und Verkäufe, Geldgeschenke, Kredite oder Geldanlagen, für die Sie Rabatte, Verzinsungen und ähnliche Dinge ausrechnen sollen.
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Bruch- und Dezimalrechnen
Im Berufsalltag führen Sie zwar eher selten komplexe Bruchrechnungen durch. Trotzdem sollten Sie wissen, was die Hälfte oder ein Fünftel ist. Die Aufgaben im Einstellungstest sind Gleichungen, bei denen Sie Brüche zusammenzählen, abziehen, teilen oder malnehmen sollen.
Neben Brüchen können Ihnen auch Dezimalzahlen begegnen. Auch hier verrechnen Sie die Dezimalzahlen miteinander oder mit ganzen Zahlen, teilweise schreiben Sie sie auch in Brüche um oder umgekehrt.
Schätzaufgaben, Kettenrechnungen, Maße und Gewichte
Bei Schätzaufgaben steht Ihr Zahlenverständnis besonders auf dem Prüfstand. Denn bei diesen Aufgaben müssen Sie das Ergebnis nicht ausrechnen, sondern das Ergebnis nur schätzen. Tatsächlich wären die Zahlen auch viel zu groß, um die Berechnungen im Kopf durchzuführen. Für Sie heißt das, dass Sie sich die Endziffern anschauen und gemäß der Gleichung verrechnen sollten. Damit wissen Sie, auf welche Ziffer das Ergebnis enden muss. Wenn Sie dann die Zahlen grob überschlagen, sollten Sie die richtige Lösung auswählen können.
Ein anderer Klassiker, der Ihr Zahlenverständnis prüft, sind Kettenrechnungen. Dabei handelt es sich um lange Gleichungen, bei denen die verschiedenen Rechenschritte zu einer Kette aneinandergereiht sind. Die Rechnungen selbst sind sehr einfach und die Zahlen sind meist nur ein- oder zweistellig. Auch die Punkt-vor-Strich-Regel gilt nicht. Die Schwierigkeit ergibt sich aus der Länge. Denn wenn Sie sich zwischendurch verrechnen, müssen Sie wieder ganz von vorne beginnen.
Das Umrechnen von Einheiten ist ebenfalls ein gängiges Thema im Einstellungstest. Die Einheiten können Längen, Volumina, Gewichte, Zeiteinheiten oder Währungen sein. Die Testfragen nennen Ihnen Werte und Sie müssen diese Werte in anderen Größen angeben.
Weitere Aufgabenarten
Zu den Mathematikaufgaben kommen oft Übungen dazu, die zwar auch Ihr Zahlenverständnis testen, bei denen es aber weniger ums Rechnen, sondern eher ums logische Denken geht. Ein Beispiel dafür sind Felder oder Pyramiden mit Zahlen. In diesen Feldern fehlt eine Ziffer, die Sie finden müssen. Dabei sind die Felder nach einer logischen Regel aufgebaut.
Auf einem ganz ähnlichen Prinzip basieren Zahlenreihen. Hier sehen Sie eine Reihe mit Zahlen, die einem bestimmten Muster folgt. Dieses Muster müssen Sie durchschauen und die Zahlenreihe dann mit der richtigen Ziffer weiterführen.
Daneben können Aufgaben vorkommen, bei denen Sie anstelle von Zahlen mit Symbolen rechnen. Oder Sie sehen Gleichungen vor sich, bei denen die Rechenoperatoren fehlen. Mit etwas Zahlenverständnis und den Grundrechenarten sind diese Aufgaben aber durchaus machbar.
Wie kann ich mein Zahlenverständnis für den Einstellungstest trainieren?
Die Mathematik begleitet Sie schon seit Beginn Ihrer Schulzeit, sodass Grundwissen auf jeden Fall vorhanden ist. Für den Einstellungstest sollten Sie dieses Wissen auffrischen. Rufen Sie sich dazu das kleine und große Einmaleins in Erinnerung und wiederholen Sie die wichtigsten Formeln, Rechenregeln und Einheiten.
Um Ihr Zahlenverständnis zu schulen und Sicherheit für den Einstellungstest zu gewinnen, sollten Sie außerdem mit Beispielaufgaben üben. Auf diese Weise bekommen Sie einen guten Eindruck davon, wie vielfältig die Aufgaben sind, welche Wissensgebiete sie behandeln und wie sie gestellt werden. Sie machen sich mit den unterschiedlichen Aufgabentypen vertraut und stellen fest, wo Sie noch Lücken haben.
Hilfreich ist auch, wenn Sie sich beim Üben ein zeitliches Limit setzen. Dadurch gewöhnen Sie sich an den Zeitdruck bei der Eignungsprüfung. Testmodule rund ums Zahlenverständnis und allen anderen Themen vom Einstellungstest haben wir für Sie bereitgestellt!
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