
Zu einem professionellen Auftreten gehört auch der richtige Ton.
Um im Einstellungstest mit guten kommunikativen Fähigkeiten, einem Bewusstsein für die Sprache und sozialen Kompetenzen zu überzeugen, ist ein angemessener Sprachstil sehr wichtig. Aber was ist angemessen? Welche Sprachstile werden voneinander unterschieden? Und inwiefern spielen Sprachstile im Einstellungstest eine Rolle?
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Eine angemessene Ausdrucksweise gehört in vielen Berufen zu den Schlüsselkompetenzen. Denn beim internen Austausch, im Kundenkontakt und bei der schriftlichen Korrespondenz trägt der richtige Sprachstil maßgeblich dazu bei, wie professionell Sie wirken, wie verständlich Sie sind und wie überzeugend Sie wahrgenommen werden. Viele Unternehmen überprüfen deshalb schon im Einstellungstest, ob es Ihnen gelingt, Ihren Sprachstil auf die jeweilige Situation abzustimmen.
Was ist mit Sprachstil gemeint?
Der Sprachstil bezeichnet die Art und Weise, wie Sie sich ausdrücken. Dabei spielen nicht nur Grammatik und Rechtschreibung eine Rolle. Stattdessen geht es in erster Linie um die Wortwahl, den Satzbau, die Tonalität und die Wirkung, die Ihr sprachlicher Stil entfaltet. Je nachdem, in welchem Umfeld Sie kommunizieren und wer Ihr Gesprächspartner ist, kann der Sprachstil dann zum Beispiel sachlich oder emotional, förmlich oder locker sein.
Arbeitgeber brauchen Mitarbeiter/-innen, die sich klar, kompetent und zielorientiert ausdrücken können. Wählen Sie einen passenden Sprachstil, belegt das einerseits Ihre sprachlichen Kompetenzen und zeugt andererseits von Empathie, Flexibilität und einem guten Gespür für das soziale Miteinander. Vor allem in Berufen mit viel Kundenkontakt, aber auch bei Tätigkeiten in Bereichen wie der Verwaltung oder dem Marketing ist das sehr wichtig.
Andersherum kann ein unpassender Sprachstil irritieren oder zu Missverständnissen führen. Würden Sie zum Beispiel in einem Kundengespräch ausfallend werden oder Ihrem Vorgesetzten gegenüber einen zu freundschaftlich-lässigen Ton anschlagen, wäre das nicht angemessen und könnte Sie unhöflich oder unprofessionell dastehen lassen.
Zwischen welchen Sprachstilen wird unterschieden?
In der beruflichen und alltäglichen Kommunikation gibt es verschiedene Sprachstile. Diese lassen sich wie folgt beschreiben:
- Der sachliche Sprachstil ist nüchtern und klar. Er lässt Emotionen und persönliche Ansichten außen vor. Die Sätze sind oft kurz, präzise und kommen auf den Punkt. Anstelle von blumigen Formulierungen verwendet dieser Sprachstil eine neutrale und objektive Wortwahl. Typisch ist der sachliche Stil zum Beispiel für Berichte, Protokolle und wissenschaftliche Texte.
- Der förmliche Sprachstil ist höflich und respektvoll. Er wirkt oft etwas distanziert. Verwendet wird er vor allem in offiziellen Schreiben und bei der Kommunikation in einem formalen Umfeld, also zum Beispiel in Meetings oder bei Behörden. Zu den klassischen Formulierungen gehören Floskeln wie „Sehr geehrte Damen und Herren“ und „Mit freundlichen Grüßen“.
- Der umgangssprachliche Stil ist locker und alltagstauglich. Er kann verschiedene Redewendungen und auch emotionale Ausdrücke enthalten. Oft sind die Formulierungen verkürzt, zum Beispiel „Okay, machen wir!“ oder „Ach, das wird!“. Dieser Sprachstil eignet sich sowohl für eine informelle Kommunikation als auch für Gespräche unter Kolleg/-innen.
- Der werbende Sprachstil ist positiv und überzeugend. Er nutzt eine bildhafte Sprache, aktive Formulierungen und oft auch Superlative, um Emotionen zu wecken. Dieser Sprachstil wird hauptsächlich in der Werbung und in Verkaufstexten eingesetzt.
- Der ironische Sprachstil ist doppeldeutig und überspitzt. Er kann kritisch sein oder in Richtung Satire gehen. Von Bedeutung kann dieser Sprachstil in kreativen Branchen sein.
Welche Rolle spielen die Sprachstile im Einstellungstest?
Selbst wenn Sie in Ihrem Wunschberuf viel Publikumsverkehr haben oder Schriftstücke erstellen werden, ist sehr unwahrscheinlich, dass im Einstellungstest Aufgaben vorkommen, die gezielt Sprachstile abfragen. Wie sicher Sie im Umgang mit der deutschen Sprache sind, überprüft der Test eher durch Fragen zu Grammatik, Rechtschreibung, Wortschatz und Sprachverständnis. Situationsbezogene Fragen können zwar auftauchen. Darin geht es aber in erster Linie um Ihre persönlichen Merkmale und charakterlichen Eigenschaften.
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Trotzdem sollten Sie auf Ihre Ausdrucksweise achten. Das gilt sowohl für das Vorstellungsgespräch und andere mündliche Prüfungsbausteine wie Gruppenaufgaben oder Rollenspiele als auch für den Austausch mit Mitbewerber/-innen in den Pausen.
Behalten Sie im Hinterkopf, dass die Prüfer/-innen Sie die ganze Zeit über im Blick haben. Für einen souveränen Auftritt, durch den Sie mit Ihren sprachlichen Fertigkeiten überzeugen, sollten Sie diese Ratschläge beherzigen:
- Sprechen Sie hochdeutsch. Ein Dialekt mag zwar sympathisch wirken. Im beruflichen Umfeld sollten Sie sich aber um ein verständliches Hochdeutsch bemühen.
- Vermeiden Sie unqualifizierte Füllwörter. „Äh“, „Hm“ oder „Ähm“ haben keinerlei Aussagekraft. Es spricht nichts dagegen, wenn Sie kurz überlegen und Ihre Wortwahl überdenken, bevor Sie antworten. Überflüssige Lückenfüller hinterlassen aber keinen professionellen Eindruck.
- Verwenden Sie nur bekannte Fremdwörter. Es kann durchaus ein Vorteil sein, wenn Sie Ihre Aussagen mit ein paar Fremdwörtern oder branchenüblichen Fachausdrücken aufpeppen. Allerdings sollten Sie dann auch sicher sein, was die Begriffe bedeuten. Nichts ist peinlicher, als Fremdwörter zu benutzen, die überhaupt nicht passen.
- Wählen Sie einen aktiven Sprachstil ohne Konjunktive. Verwenden Sie aktive Verben und vermeiden Sie so gut es geht Konjunktive. Aktive Verben machen Ihren Sprachstil lebendig und positiv, während Konjunktive schnell Unsicherheit vermitteln.
Wie kann ich Sprachstile trainieren?
Um ein Gespür für die verschiedenen Sprachstile zu entwickeln, sollten Sie verschiedene Texte lesen. Nehmen Sie sich Bücher, Zeitungsartikel, Werbebroschüren, behördliche Briefe und Online-Beiträge vor und analysieren Sie, wie diese geschrieben sind.
Achten Sie dabei auf die Wortwahl, den Satzbau und die Tonalität. Auf diese Weise können Sie nachvollziehen, welcher Stil verwendet wird und was er bezweckt. Außerdem machen Sie sich mit den Formulierungen vertraut, die für den jeweiligen Sprachstil typisch sind.
Eine gute Übung ist auch, wenn Sie Texte umformulieren. Versuchen Sie zum Beispiel, umgangssprachliche Aussagen in eine förmliche Form zu bringen oder Werbetexte sachlich auszudrücken. Dadurch schärfen Sie Ihr Sprachgefühl und üben, Ihre Ausdrucksweise flexibel anzupassen.
Testen Sie Ihr Wissen!
Zum Abschluss haben wir fünf Fragen für Sie vorbereitet, mit denen Sie überprüfen können, wie gut Sie sich mit Sprachstilen auskennen. Viel Spaß!
1. Welchem Sprachstil lässt sich der folgende Satz zuordnen?
„Bitte reichen Sie die Unterlagen bis spätestens zum 15. Juli ein.“
a) förmlich
b) umgangssprachlich
c) werbend
d) ironisch
2. Sie schreiben Ihrem Kollegen Daniel Müller, mit dem Sie schon lange zusammenarbeiten, eine geschäftliche E-Mail. Welche Anrede ist angemessen?
a) Sehr geehrter Herr Müller!
b) Hallo Daniel!
c) Hi, was geht?
d) Du, hör mal!
3. In welchem Sprachstil ist der folgende Satz formuliert?
„Schnell zugreifen und 25 % sparen – das Angebot gilt nur für kurze Zeit!“
a) sachlich
b) förmlich
c) werbend
d) ironisch
4. Welcher der folgenden Sätze ist nicht sachlich formuliert?
a) Die Analyse basiert auf den Daten des 1. Quartals 2025.
b) Die Auswertung erfolgte nach den zuvor definierten Kriterien.
c) Aus den Daten lässt sich ein deutlicher Rückgang ableiten.
d) Der Zeitraum war geschäftlich gesehen echt ein totaler Reinfall!
5. Welche Formulierung ist angemessen, um einen Kunden über eine verspätete Lieferung zu informieren?
a) Sorry, aber es dauert noch eine Weile.
b) Bitte entschuldigen Sie die Verzögerung.
c) Tja, das hat wohl nicht geklappt.
d) Wir schicken Ihnen die Ware dann halt etwas später.
Lösungen
1.) a
2.) b
3.) c
4.) d
5.) b
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