
Im Einstellungstest erwarten Sie verschiedene Rechenaufgaben.
Dass Mathematik genauso wie Deutsch ein Hauptfach in der Schule ist und Sie von der ersten bis zur letzten Klasse begleitet, kommt nicht von ungefähr. Beides brauchen Sie nämlich im Berufsleben und im Alltag. Kein Wunder, dass auch in einem Einstellungstest Ihre rechnerischen Fähigkeiten überprüft werden. Aber welche mathematischen Themen kommen dran? Und wie schwierig ist es, die Matheaufgaben im Test zu lösen?
Wie viel Raum die Mathematik im Einstellungstest einnimmt, hängt ein bisschen davon ab, wo und für welchen Beruf Sie sich beworben haben. Bei einer Tätigkeit, die stark von Mathematik und den Naturwissenschaften geprägt ist, wird das Rechnen eine größere Rolle im Einstellungstest spielen.
So oder so werden Sie aber in jedem Einstellungstest ein paar Matheaufgaben lösen. Denn das sogenannte numerische Denken und Ihr Zahlenverständnis werden immer getestet. Schließlich brauchen Sie diese Fertigkeiten im Beruf genauso wie im Alltag.
Zu welchen Themen muss ich Matheaufgaben im Einstellungstest lösen?
Kein Arbeitgeber erwartet, dass Sie ein echter Mathe-Profi sind. Auch berufsspezifische Berechnungen müssen Sie noch nicht beherrschen. Der Einstellungstest fragt nichts ab, was Sie in der Schule nicht gelernt haben. Doch obwohl die Bandbreite an mathematischen Themen dadurch groß ist, behandeln die Matheaufgaben im Eignungstest vor allem diese Bereiche:
- Grundrechenarten
- Textaufgaben
- Dreisatz
- Bruchrechnen
- Rechnen mit Zinsen und Prozenten
- Geometrie
Wie schwierig sind die Rechenaufgaben?
Eine pauschale Aussage zum Schwierigkeitsgrad der Matheaufgaben ist nicht möglich. Denn zum einen spielt eine Rolle, wie gut Ihr Zahlenverständnis ist. Wenn Ihnen Mathematik liegt, werden Sie auch im Test keine Probleme bekommen. Standen Sie mit dem Rechnen hingegen schon immer auf Kriegsfuß, werden Sie sich mit den Testfragen vielleicht schwerer tun.
Zum anderen kommt es auf den Beruf an. Bewerben Sie sich für eine Tätigkeit, die sehr mathelastig ist, werden Sie im Einstellungstest mehr und anspruchsvollere Matheaufgaben lösen müssen als für einen Job, bei dem das numerische Denken nicht zu den wichtigsten Kompetenzen gehört. Grundsätzlich können Sie aber davon ausgehen, dass die Testfragen ungefähr auf dem Niveau Ihrer beiden letzten Schulklassen liegen.
Und was ist mit dem Taschenrechner?
Einen Taschenrechner dürfen Sie im Einstellungstest meist nicht verwenden. Erlaubt ist er nur dann, wenn das Testverfahren komplexe Matheaufgaben enthält, die im Kopf kaum zu lösen sind. Das ist aber in erster Linie in akademischen Laufbahnen der Fall.
Ansonsten sind die Testfragen in aller Regel so gestaltet, dass Sie auch ohne Taschenrechner auskommen. Außerdem können Sie immer einen Zettel für Notizen und Nebenrechnungen verwenden. Diesen Zettel müssen Sie nicht abgeben und er fließt auch nicht in die Bewertung ein.
Wie kann ich mich auf die Matheaufgaben vorbereiten?
Bei der Vorbereitung auf die Matheaufgaben im Einstellungstest werfen Sie am besten noch einmal einen Blick in Ihre Schulbücher und rufen sich die wichtigsten Rechenregeln und Formeln ins Gedächtnis.
Wie ging noch mal das Rechnen mit Brüchen und Dezimalzahlen? Was waren die Formeln bei der Zins- und Prozentrechnung? Welche Werte brauche ich, um Flächen und Volumen auszurechnen? Wie gehe ich beim Dreisatz vor? Wie rechne ich Maßeinheiten um? Solche Inhalte sollten Sie wiederholen. Frischen Sie auch Ihre Kenntnisse vom Einmaleins auf. Ideal ist, wenn Sie das große Einmaleins parat haben. Denn Sie werden es an vielen Stellen brauchen und sparen viel Zeit, wenn Sie nicht lange überlegen müssen.
Zusätzlich zur Theorie sollten Sie aber auch ganz praktisch üben. Lösen Sie dafür Matheaufgaben, wie sie im Einstellungstest vorkommen. Durch Beispielaufgaben bekommen Sie einen guten Eindruck davon, wie die Testfragen gestellt werden. Sie lernen die verschiedenen Aufgabenarten kennen, können Ihr Wissen anwenden und stellen fest, in welchen Bereichen Sie noch größere Lücken haben. Behalten Sie die Uhr im Blick, können Sie nebenbei trainieren, die Matheaufgaben unter dem gleichen Zeitdruck zu lösen, der in der Prüfungssituation herrscht.
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Matheaufgaben lösen: Beispiele aus dem Einstellungstest
Damit Sie sich eine Vorstellung davon machen können, was im Einstellungstest auf Sie zukommt, zeigen wir Ihnen ein paar Rechenaufgaben. Wie viele davon können Sie richtig lösen?
1. Ein Händler kauft Ware für 12.000 Euro, die er für 16.800 Euro verkaufen möchte. Mit wie viel Prozent Gewinn plant der Händler?
a) 28 %
b) 35 %
c) 40 %
d) 46 %
2. Familie Müller hat für ihr neues Auto einen Kredit über 9.000 Euro aufgenommen. Nach einem Jahr ist der Kredit abbezahlt. Dabei hat die Familie insgesamt 9.960 Euro an die Bank zurückgezahlt. Welchen Zinssatz hatte der Kredit? (Hinweis: In der kaufmännischen Zinsrechnung hat ein Jahr 360 Tage).
a) 12,05 %
b) 10,67 %
c) 9,5 %
d) 8,43 %
3. Familie Schmidt wollte zwei Wochen verreisen und hatte als Urlaubsbudget 50 Euro pro Tag eingeplant. Nun fährt die Familie aber nur für zehn Tage in Urlaub. Um wie viel erhöht sich dadurch das tägliche Urlaubsbudget?
a) 12 Euro
b) 15 Euro
c) 18 Euro
d) 20 Euro
4. Ein Eignungstest besteht aus insgesamt 75 Aufgaben. 1/3 der Aufgaben sind leicht, 1/6 der Aufgaben schwer. Wie viele Aufgaben sind mittelschwer?
a) die Hälfte
b) zwei Drittel
c) drei Viertel
d) vier Sechstel
5. Eine natürliche Zahl ist ohne Rest durch 8 teilbar, wenn … ?
a) sie mit einer geraden Zahl endet.
b) die Quersumme durch 8 teilbar ist.
c) die drei letzten Ziffern durch 8 teilbar sind.
d) sie mit einer ungeraden Zahl endet.
6. Welches Volumen hat ein Würfel mit 5 cm langen Kanten?
a) 25 cm3
b) 100 cm3
c) 125 cm3
d) 250 cm3
7. Was sind zwei Kilo und drei Pfund in Gramm?
a) 2.150 g
b) 3.000 g
c) 3.500 g
d) 17.000 g
8. Familie Maier möchte in ihrem Schlafzimmer Laminat verlegen. Der Raum ist 4 Meter breit und 3,5 Meter lang. Das Laminat, für das sich die Familie entschieden hat, würde 126 Euro kosten. Wie teuer ist ein Quadratmeter des Bodenbelags?
a) 8 Euro/Quadratmeter
b) 9 Euro/Quadratmeter
c) 11 Euro/Quadratmeter
d) 12 Euro/Quadratmeter
9. Was ist die Quersumme von 43970165?
a) 35
b) 42
c) 59
d) 61
10. Um zum Flughafen zu kommen, muss Peter 135 Kilometer weit fahren. Wie lange dauert die Fahrt, wenn er im Durchschnitt mit 100 Kilometern pro Stunde unterwegs ist?
a) 75 Minuten
b) 81 Minuten
c) 97 Minuten
d) 124 Minuten
Lösungen
1. c
Da der Händler für 12.000 Euro kauft und für 16.800 Euro verkauft, plant er mit einem Gewinn von 4.800 Euro. Dieser Gewinn ist der Prozentwert, den Sie mit 100 multiplizieren und anschließend durch den Einkaufpreis (als Grundwert) teilen.
2. b
Für den Zinssatz gilt die Formel (Zinsen x 100 x 360 Tage) : (Kapital x 360 Tage). Dabei belaufen sich die Zinsen auf 960 Euro, das Kapital entspricht dem Kreditbetrag. Setzen Sie diese Werte in Formel ein, kommen Sie auf die Lösung: (960 Euro x 100 x 360 Tage) : (9.000 Euro x 360 Tage) = 10,67 %
3. d
Wenn Familie Schmidt für zwei Wochen Urlaub 50 Euro pro Tag eingeplant hatte, beläuft sich ihr Budget auf 14 Tage x 50 Euro = 700 Euro. Dauert der Urlaub nur zehn Tage, erhöht sich das tägliche Budget auf 700 Euro : 10 Tage = 70 Euro. Die Familie hat also jeden Tag 20 Euro mehr zur Verfügung.
4. a
Für die Lösung müssen Sie zunächst die einfachen und die schweren Aufgaben addieren. Da es sich um Brüche handelt, müssen Sie diese für eine Addition zuerst auf einen gemeinsamen Nenner bringen und können das Ergebnis anschließend kürzen: 1/3 + 1/6 = 2/6 + 1/6 = 3/6 = 1/2. Damit wissen Sie, dass die andere Hälfte der Aufgaben mittelschwer ist.
5. c
Eine Zahl ist immer dann durch 8 teilbar, wenn Sie die drei letzten Ziffern durch 8 teilen können. So ist zum Beispiel die Zahl 513168 durch 8 teilbar, denn 168 : 8 = 21 und 513168 : 8 = 64146.
6. c
Weil ein Würfel gleichlange Kanten hat, gilt V = a x a x a = a3.
7. c
Ein Kilogramm entspricht 1.000 Gramm, ein Pfund 500 Gramm. Zwei Kilogramm und drei Pfund sind demnach 2 x 1000 g + 3 x 500 g = 3500 g.
8. b
Wenn das Schlafzimmer 4 Meter breit und 3,5 Meter lang ist, beträgt die Fläche 14 Quadratmeter. Kostet das Laminat für diese Fläche 126 Euro, ergibt sich ein Quadratmeterpreis von 126 Euro : 14 Quadratmeter = 9 Euro/Quadratmeter.
9. a
Für die Quersumme addieren Sie alle Ziffern einer Zahl: 4 + 3 + 9 + 7 + 0 + 1 + 6 + 5 = 35
10. b
Für die Fahrt braucht Peter 81 Minuten, denn: 135 km : 100 km/h = 1,35 h; 1,35 h x 60 min = 81 min.
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