Finanzberufe

Einstellungstest Bankkauffrau

Aktualisiert am 28. September 2026 von Ömer Bekar

Bankkauffrau Einstellungstest
Bankkauffrau ist ein solider Beruf mit guten Zukunftsperspektiven.

Die Tätigkeit als Bankkauffrau ist nicht nur abwechslungsreich, sondern bietet auch vielfältige Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten. Doch bevor es mit der Ausbildung losgeht, müssen Sie erst einmal im Eignungstest überzeugen. Lesen Sie in diesem Beitrag, was Sie im Einstellungstest als angehende Bankkauffrau erwartet!

Einstellungstest Bankkauffrau

Ob Finanzberatung, Kreditvermittlung oder alltägliche Bankgeschäfte: Als Bankkauffrau übernehmen Sie vielseitige und verantwortungsvolle Aufgaben. Gleichzeitig bietet die Branche verschiedene Möglichkeiten für Ihre berufliche Entwicklung. Entsprechend gibt es um viele Ausbildungsplätze Wettbewerb.

Um die besten Nachwuchskräfte zu finden, setzen viele Banken und Sparkassen ein Auswahlverfahren ein, das neben dem Vorstellungsgespräch und eventuell einem Assessment-Center auch einen schriftlichen Eignungstest beinhaltet. Denn auf diese Weise entsteht ein umfangreiches Bild. Gleichzeitig wird eine faire und objektive Auswahl möglich.

Das Berufsbild der Bankkauffrau

Als Bankkauffrau beraten Sie Kund:innen in finanziellen Angelegenheiten und unterstützen sie bei Entscheidungen rund um Konten, Kredite, Geldanlagen oder Versicherungen. Sie analysieren individuelle Bedürfnisse und erarbeiten maßgeschneiderte Finanzlösungen. Dafür brauchen Sie neben Fachwissen auch Kommunikationsgeschick, Verkaufstalent und ein hohes Maß an Serviceorientierung.

Letztere ist auch gefragt, wenn es um alltägliche Bankgeschäfte geht. Sind Sie am Schalter im Einsatz, sind Sie nämlich der erste Ansprechpartner für Kund:innen. Sie erteilen Auskünfte, händigen Formulare aus und kümmern sich um Dinge wie Überweisungen, Daueraufträge, Einzahlungen oder Abhebungen. Auch wenn ein Kunde an sein Wertschließfach möchte oder Devisen für den Urlaub braucht, sind Sie zuständig.

Doch die Beratung und die alltäglichen Bankgeschäfte sind nur ein Teil des Arbeitsalltags. Genauso fallen organisatorische und verwaltende Tätigkeiten an. Dazu gehört zum Beispiel, dass Sie Geschäftsberichte erstellen, Kostenanalysen durchführen, sich um die Buchhaltung kümmern oder Arbeitsabläufe planen.

Die Ausbildung

Ihren Beruf erlernen Sie im Rahmen einer dualen Ausbildung. Dual bedeutet, dass die praktische Ausbildung in der Bank stattfindet, während Sie die theoretischen Inhalte in der Berufsschule erlernen. Regulär dauert die Berufsausbildung drei Jahre, bei guten Leistungen kann sie aber verkürzt werden.

Die Banken stellen überwiegend Azubis mit Hochschulreife (Abitur) ein. Bei einigen Kreditinstituten haben Sie aber auch mit einem Realschulabschluss (mittlere Reife) gute Chancen. Ob Sie nach der Ausbildung übernommen werden, hängt von der jeweiligen Bank ab; viele Institute bilden gezielt für den eigenen Bedarf aus.

Gleichzeitig können Sie Ihren Bildungsweg fortsetzen. Durch eine Weiterbildung zur Bankfachwirtin vertiefen Sie Ihre Fachkenntnisse für die Tätigkeit im Bankwesen oder spezialisieren sich auf ein Fachgebiet. Der nächste Schritt auf der Karriereleiter wäre die Weiterbildung zur Bankbetriebswirtin, die Sie für eine Führungsposition qualifiziert.

Eine Alternative dazu kann sein, dass Sie ein Studium anhängen. Dabei haben Sie die Wahl zwischen einem Studiengang im Finanzwesen und einem eher allgemeinen Studienfach wie BWL oder VWL.

Weitere Informationen über das Berufsbild, die Ausbildung und die Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt stellt die Arbeitsagentur auf ihrer Webseite bereit.

Der Einstellungstest als Bankkauffrau

Je nachdem, bei welchem Kreditinstitut Sie am Einstellungstest teilnehmen, können sich der Ablauf und die Inhalte etwas voneinander unterscheiden. Allerdings sind die Unterschiede nicht besonders groß. Denn jeder Einstellungstest hat das Ziel, festzustellen und zu bewerten, ob Sie fachlich und persönlich für die Tätigkeit als Bankkauffrau geeignet sind.

Das heißt aber nicht, dass der Eignungstest nur komplexes Fachwissen abfragt. Solche Inhalte lernen Sie erst während der Ausbildung. Im Einstellungstest geht es in erster Linie um allgemeine Grundlagen. Aus diesem Grund stehen folgende Themenfelder im Vordergrund:

Mathematik

Ein sicherer Umgang mit Zahlen und Daten ist im Banken- und Finanzwesen unverzichtbar. Ihre rechnerischen Fähigkeiten prüft der Einstellungstest mit Aufgaben zu den Grundrechenarten, dem Dreisatz und der Bruch-, Prozent- und Zinsrechnung. Textaufgaben, Kettenrechnungen, Schätzaufgaben und Umrechnungen von Währungen und Einheiten kommen ebenfalls oft vor. Möglich sind auch Aufgaben zu Statistik und Finanzmathematik.

Sie brauchen aber keine Angst vor komplexen Berechnungen mit speziellen, banktypischen Rechenmethoden zu haben. Im Einstellungstest geht es um Basiswissen, das Sie in der Schule gelernt haben.

Deutsch

Für die Kommunikation mit Kunden, aber auch wenn Sie Dokumente bearbeiten und erstellen, brauchen Sie gute Sprachkenntnisse. Der Einstellungstest schließt oft ein kurzes Diktat, einen Lückentext oder einen Kurzaufsatz ein. Manchmal wird Ihnen auch ein Text vorgelegt, den Sie bearbeiten sollen.

Zusätzlich dazu werden im Eignungstest einzelne Fragen zu Rechtschreibung, Grammatik, Wortschatz und Verständnis gestellt. Hier müssen Sie dann zum Beispiel die richtige Schreibweise auswählen, Synonyme finden, Fremdwörter zuordnen oder Oberbegriffe erkennen.

Wissen

Wissensfragen überprüfen Ihren Bildungsstand und vermitteln einen Eindruck von Ihren Interessen. Als angehende Bankkauffrau sollten Sie sich für Wirtschaft und Finanzen interessieren. Im Einstellungstest wird zwar kein Expertenwissen verlangt. Aber grundlegende Fachbegriffe und Zusammenhänge sollten Sie kennen. Auch aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Themen werden oft abgefragt.

Zu den Fragen zu berufsrelevanten Themen können Fragen aus den verschiedensten anderen Bereichen dazukommen. Geschichte, Erdkunde, die Naturwissenschaften, EDV und IT oder Kunst und Kultur sind Beispiele für mögliche Themen.

Logik, Konzentration und Merkfähigkeit

Analytisches Denken und eine strukturierte, aufmerksame Vorgehensweise sind im Bankwesen sehr wichtig. Der Einstellungstest überprüft solche Fähigkeiten durch Aufgaben mit Buchstaben- und Zahlenreihen, Matrizen, Würfeln oder Wort- und Grafikanalogien. Manchmal müssen Sie Symbole zuordnen oder Figuren bestimmen, manchmal logische Schlussfolgerungen ziehen.

Daneben kommen oft Aufgaben vor, bei denen Sie bestimmte Elemente in langen Listen markieren oder Tabellen auf Fehler abgleichen sollen. Teilweise werden Ihnen auch bestimmte Daten oder Symbole gezeigt, die Sie sich einprägen und später wiedergeben müssen.

Persönlichkeitstest

Serviceorientierung, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein sind wichtige Eigenschaften. Fragen zu Ihrer Persönlichkeit helfen der Bank, Ihre Eignung besser einzuschätzen. Dabei müssen Sie anhand einer Skala einordnen, inwiefern bestimmte Aussagen auf Sie zutreffen oder wie Sie sich in den geschilderten Situationen verhalten würden. Eine Abwandlung besteht darin, dass Sie angefangene Sätze beenden sollen.

Hier gibt es keine richtigen oder falschen Antworten im klassischen Sinne. Schließlich geht es um Ihren Charakter und Ihre persönlichen Eigenschaften. Am besten ist es, wenn Sie ehrlich und aus dem Bauch heraus antworten. Sonst verwickeln Sie sich womöglich nur in Widersprüche.

Wie lange der Test dauert, ist je nach Bank unterschiedlich. Er findet häufig computergestützt statt und besteht überwiegend aus Multiple-Choice-Aufgaben. Allerdings werden Ihnen einige Aufgabenarten begegnen, die Sie so aus der Schule nicht kennen. Bereiten Sie sich deshalb gut vor. Informieren Sie sich über typische Testinhalte und üben Sie gezielt, um bestens gerüstet in den Einstellungstest zu starten und sich Ihren Ausbildungsplatz als Bankkauffrau zu sichern!

 

Zum Einstellungstest-Trainingscenter

Beispielfragen aus dem Einstellungstest als Bankkauffrau

1. Daniel benötigt für seinen Weg zur Arbeit 45 Minuten, weil er als Fußgänger eine Geschwindigkeit von 3 km pro Stunde erreicht. Wie schnell müsste Daniel gehen, wenn er schon nach einer halben Stunde in der Arbeit sein wollte, und wie langsam könnte er gehen, wenn er eine Stunde Zeit hätte?

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2. Wenn in einem Dreieck ein Winkel 40 Grad und der zweite Winkel 70 Grad groß sind, wie groß ist dann der dritte Winkel?

Lösung: ____?

 

3. Eine arithmetische Reihe besteht aus 7 Gliedern. Das erste Glied dieser Reihe ist -2, das letzte Glied 16. Welche Differenz haben die einzelnen Glieder?

Lösung: ____?

 

4. Vorgestern war fünf Tage vor Freitag. Welcher Tag ist morgen?

 

Lösung: ____?

 

5. Welche Schreibweise ist richtig?

 

einstellungstest-bankkauffrau1

 

6. Die Amtszeit eines Bundespräsidenten in Deutschland beträgt …?

 

a) 2 Jahre
b) 4 Jahre
c) 5 Jahre
d) 8 Jahre

 

7. Was ist der sogenannte Dow Jones?

 

a) ein Abkommen, das den weltweiten Aktienhandel ermöglicht
b) der Aktienindex 30 großer US-amerikanischer Unternehmen
c) das Verhältnis vom US-Dollar gegenüber dem Euro
d) der Name der Börse in Tokio

 

8. Wie lautet der Fachbegriff für Vogelkunde?

 

a) Orthografie
b) Ornithologie
c) Orthopädie
d) Organologie

 

9. Wie heißt die Hauptstadt von Rumänien?

 

a) Bukarest
b) Belgrad
c) Tirana
d) Sofia

 

10. Die Währung in Schweden heißt …?

 

a) Euro
b) Kronen
c) Mark
d) Pfund

Einstellungstest Bankkauffrau Lösungen:

1.) c
2.) 70 Grad
3.) 3
4.) Mittwoch
5.) a
6.) c
7.) b
8.) b
9.) a
10.) b

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