Kurzzeitgedächtnis: So wichtig ist Merkfähigkeit im Eignungstest

Aktualisiert am 17. September 2025 von Ömer Bekar

Aktualisiert am 17. September 2025 von Ömer Bekar

Bedeutung Kurzzeitgedächtnis

Das Kurzzeitgedächtnis ist ein unverzichtbares Instrument.

Beim menschlichen Gedächtnis lassen sich mehrere Arten voneinander unterscheiden. Eine davon und gewissermaßen das Gegenstück zum Langzeitgedächtnis ist das Kurzzeitgedächtnis. Es spielt vor allem im Alltag eine sehr wichtige Rolle.

Durch Informationen, die wir bekommen, und Erfahrungen, die wir machen, lernen wir ständig dazu. Doch längst nicht alle Inhalte bleiben dauerhaft gespeichert. Sehr viele Dinge vergessen wir einfach wieder. Das ist nicht schlimm, sondern sogar gut so, denn mit überflüssigen Informationen müssen wir unser Gedächtnis nicht belasten. Andererseits brauchen wir unser Kurzzeitgedächtnis, um Inhalte schnell zu verarbeiten und kurzfristig zwischenzuspeichern. Auch im Einstellungstest ist ein starkes Kurzzeitgedächtnis von Vorteil.

Was genau ist das Kurzzeitgedächtnis?

Unser Gedächtnis setzt sich aus drei Speichern zusammen, nämlich dem Ultra-Kurzzeitgedächtnis, dem Kurzzeitgedächtnis und dem Langzeitgedächtnis. Nehmen wir Informationen über die Sinnesorgane auf, also indem wir etwas zum Beispiel hören oder sehen, wandern die Inhalte zunächst ins Ultra-Kurzzeitgedächtnis. Es wird auch sensorisches Gedächtnis genannt und filtert die Informationen nach Relevanz.

Während unwichtige Informationen wieder gelöscht werden, leitet das Ultra-Kurzzeitgedächtnis relevante Informationen ins Kurzzeitgedächtnis weiter. Das Kurzzeitgedächtnis speichert die Informationen vorübergehend und bearbeitet sie. Deshalb wird auch vom Arbeitsgedächtnis gesprochen.

Dabei sind die Inhalte aber nur für einen begrenzten Zeitraum verfügbar. Werden sie nicht genutzt, geraten sie in Vergessenheit. Im Unterschied dazu gelangen Informationen, die das Gehirn als wichtig einstuft oder die wir gezielt lernen, mehrfach wiederholen und regelmäßig abrufen, ins Langzeitgedächtnis. Dort bleiben sie dauerhaft gespeichert.

Das Kurzzeitgedächtnis ist also eine Art Zwischenspeicher. Es verleiht uns die Fähigkeit, Informationen für kurze Zeit zu speichern, ohne dabei Speicherplatz im eigentlichen Gedächtnis zu verbrauchen.

Welche Funktion hat das Kurzzeitgedächtnis?

Im Kurzzeitgedächtnis behalten wir Informationen für eine Zeitspanne zwischen wenigen Sekunden und einer Minute, bis zur ersten Ablenkung. In unserem Arbeitsgedächtnis können wir den jeweiligen Inhalt bearbeiten, verknüpfen und anpassen. Das ist wichtig, damit wir zum Beispiel einen Satz verstehen können.

Das Kurzzeitgedächtnis schafft es, bis zu sieben Einheiten pro Minute zu erfassen. Wir können uns also beispielsweise eine Abfolge aus sieben Zahlen merken. Ist die Zahlenabfolge länger, speichert das Kurzzeitgedächtnis nur Teile davon. Damit wir uns auch die übrigen Zahlen merken oder Daten längerfristig abspeichern können, müssen wir die Informationen wiederholen. Dabei bleiben im Kurzzeitgedächtnis Sprachinformationen besonders gut haften.

Das Kurzzeitgedächtnis ist ständig im Einsatz. Ohne seine Funktionen könnten wir Ereignisse und die Erfahrungen, die wir gerade machen, gar nicht verarbeiten. Auch Aufgaben könnten wir nicht lösen. Im alltäglichen Handeln, egal ob in der Schule, im Beruf oder im Privaten, ist das Kurzzeitgedächtnis deshalb unverzichtbar.

Obwohl die wesentliche Aufgabe des Kurzzeitgedächtnisses darin besteht, Inhalte zwischenzuspeichern, hat es aber noch weitere Funktionen. So schafft das Kurzzeitgedächtnis die Grundlage für die kognitive Leistungsfähigkeit, das Konzentrationsvermögen und die Aufmerksamkeit. Die Hirnforschung zieht außerdem anhand des Kurzzeitgedächtnisses Rückschlüsse auf die Intelligenz.

Wie lässt sich das Kurzzeitgedächtnis verbessern?

Den Großteil aller Informationen stuft das Gehirn als irrelevant ein und sortiert sie aus. Dieses Vergessen ist eine wichtige Funktion. Denn auf diese Weise ersetzt das Kurzzeitgedächtnis unnötige Inhalte durch neue, relevantere Informationen. So schafft es Platz für Neues und schöpft gleichzeitig seine Kapazitäten optimal aus.

Allerdings passiert es immer wieder, dass eigentlich wichtige Dinge in Vergessenheit geraten. Das geschieht vor allem dann, wenn wir gestresst und angespannt sind, unter Druck stehen oder ständig abgelenkt werden. Das Gehirn ist zwar in der Lage, viele Informationen auf einmal zu erfassen. Aber es arbeitet auch wirtschaftlich. Desto filtert es umso stärker, je mehr Informationen und Eindrücke gleichzeitig auf uns einprasseln.

 
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Andererseits gibt es viele Techniken und Übungen, die ein effektives Training für das Kurzzeitgedächtnis sind und seine Leistungsfähigkeit nachhaltig verbessern. Dazu gehören unter anderem diese:

Dinge merken und Merkspiele spielen

Eine simple Übung für die Merkfähigkeit besteht darin, dass Sie sich verschiedene Dinge einprägen und aus der Erinnerung heraus abrufen. Das können zum Beispiel Telefonnummern oder Geburtstage sein. Genauso können Sie Ihren wöchentlichen Einkaufszettel oder Gedichte auswendig lernen. Oder Sie schauen sich ein Foto an und zählen aus dem Gedächtnis alles auf, was darauf zu sehen war.

Natürlich können Sie das Training auch unterhaltsam gestalten, indem Sie Merkspiele spielen. Klassiker wie „Memory“ oder „Ich packe meinen Koffer“ sind optimal geeignet, um Ihr Erinnerungsvermögen auf Vordermann zu bringen.

Kopfrechnen

Rechnen Sie verschiedene Matheaufgaben im Kopf aus. Dabei muss es sich nicht um schwierige Aufgaben handeln, einfache Rechnungen genügen. Durch das Kopfrechnen fordern Sie Ihr Kurzzeitgedächtnis, weil Sie sich die Zahlen merken müssen. Nebenbei trainieren Sie auch Ihre mathematischen Fähigkeiten.

Buchstaben markieren

Nehmen Sie eine Zeitung, einen ausgedruckten Text oder ein anderes Schriftstück, das Sie nicht mehr brauchen. Anschließend wählen Sie sich irgendeinen Buchstaben aus und markieren ihn im gesamten Text. Stoppen Sie dabei Ihre Zeit und versuchen Sie, immer schneller zu werden. Diese Übung fordert Sie einerseits mental und schärft andererseits Ihre Beobachtungsgabe, Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Konzentrationsvermögen.

Regelmäßige Rückschau

Lassen Sie jeden Abend den vergangenen Tag Revue passieren. Wann sind Sie aufgestanden? Welches Outfit haben Sie getragen? Was haben Sie gegessen? Wen haben Sie getroffen? Worüber haben Sie sich unterhalten? Was lief im Fernsehen?

Diese Übung hilft dabei, Ihr Gedächtnis für alltägliche Informationen zu schärfen. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, können Sie sich auch angewöhnen, die Rückschau auf eine ganze Woche auszuweiten.

Verbindungen schaffen

Um Informationen aktiv zu verarbeiten und im Gedächtnis zu behalten, sollten Sie Verknüpfungen schaffen. Verbinden Sie zum Beispiel Namen mit Gesichtern, indem Sie sich ein bestimmtes Bild oder eine kurze Geschichte dazu ausdenken.

Eine andere Möglichkeit ist, dass Sie sich Routen ausdenken. Dazu überlegen Sie sich einen Weg, den Sie in Gedanken gehen und auf dem Sie die einzelnen Daten an unterschiedlichen Orten ablegen. Wollen Sie sich zum Beispiel eine Abfolge aus mehreren Gegenständen einprägen, können Sie gedanklich durch Ihre Wohnung laufen und die Dinge unterwegs platzieren. Um die Gegenstände später abzurufen, gehen Sie den Weg in Gedanken erneut.

Welche Rolle spielt das Kurzzeitgedächtnis im Einstellungstest?

Im Einstellungstest brauchen Sie Ihr Kurzzeitgedächtnis genauso wie im Beruf und im Alltag. Schließlich müssen Sie eine Vielzahl an Informationen erfassen, überblicken, zwischenspeichern und verarbeiten, um die Testfragen beantworten zu können. Sie müssen die Inhalte verstehen, um daraus die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen und die korrekten Antworten zu finden. Dabei kommt das Zusammenspiel aus Merkfähigkeit, Konzentrationsvermögen, Aufmerksamkeit und logischem Denken zum Tragen.

Zusätzlich dazu enthält ein Einstellungstest aber oft ein paar Aufgaben, die ganz gezielt Ihr Kurzzeitgedächtnis testen. Solche Testaufgaben sehen vor, dass Sie sich Zahlen, Wörter oder Figuren merken und später wiedergeben. Manchmal sollen Sie sich Steckbriefe, Fotos oder Stadtpläne einprägen, in anderen Aufgaben Textinhalte erfassen. Hier zählt, dass Sie sich gut fokussieren und die Inhalte letztlich auf die Schnelle auswendig lernen. Ein starkes Kurzzeitgedächtnis kommt Ihnen dabei natürlich zugute.

Durch regelmäßige Übungen im Alltag können Sie Ihr Arbeitsgedächtnis konstant fördern und stärken. Zumal die Aufgaben im Einstellungstest ganz ähnliche Muster aufgreifen.

Sind Sie zu einem Eignungstest eingeladen, bietet es sich außerdem an, mit Beispielaufgaben zur Merkfähigkeit zu üben. Denn auf diese Weise trainieren Sie effektiv Ihr Kurzzeitgedächtnis und machen sich gleichzeitig mit den verschiedenen Aufgabenarten im Einstellungstest vertraut. Passende Trainingsmodule finden Sie auf unserer Webseite!

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Wer schreibt hier?

Herzlich willkommen auf einstellungstest-fragen.de! Mein Name ist Ömer Bekar Seit 2004 bin ich in der Branche der Eignungsdiagnostik tätig. Wir sind kein Verlag, sondern direkt aus der Praxis kommende Experten. Wir gestalten Eignungsauswahlprozesse für Behörden, Unternehmen und Schulen. Mit uns hast du Partner an der Seite, der zahlreiche Einstellungstests mit tausenden von Teilnehmern für Berufe wie Polizei, Verwaltung und viele andere durchgeführt hat. Wir haben Bewerber qualifiziert für die wichtigsten Unternehmen und Behörden, einschließlich der drei bekanntesten Telekommunikationsunternehmen in Deutschland. Auf unserer Plattform bieten wir dir zielgenaue und effektive Vorbereitungskurse an, die auf valide Erhebungen und wissenschaftlich fundierte Testverfahren basieren. Vertrau auf unsere Erfahrung und bereite dich mit uns optimal vor!

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