Dass Anglizismen sich mittlerweile in unseren alltäglichen Wortgebrauch eingeschlichen haben, haben die meisten mittlerweile längst akzeptiert. Ganz gewöhnlich ist, dass Frauen beim Anblick von „Sale“-Schilder (anstatt „Schlussverkauf“-Aushängeschildern) in Ekstase geraten, Geschäftsleute zum „Meeting“ gehen anstatt zum „Treffen“ und unterwegs am „Laptop“ und nicht etwa am „Klapprechner“ gearbeitet wird. Selbstredend gibt es auch Verfechter der deutsch-deutschen Sprache, die es grundsätzlich ablehnen, Anglizismen zu verwenden, doch das soll in diesem Beitrag nicht das Thema sein, denn es geht um Sprachstile und deren Prüfung im Bewerbungsmarathon. Natürlich gibt es keinen Einstellungstest Sprachstile, der auch eben diesen Namen trägt, aber ein angemessener Sprachstil ist das A und O in jedem Bewerbungsgespräch – und damit auch in jedem Einstellungstest.

Einstellungstest Sprachstile

Ein Ausflug in die Welt der Musicals

In nur einem kurzen Exkurs möchte ich Sie an ein Musical erinnern, das genau dieses Thema auf die Bühne brachte – und das schon sehr früh, denn die Uraufführung war im Jahr 1956 in New York. „My fair lady“ hieß das Stück, das nach der literarischen Vorlage von George Bernard Shaws „Pygmalion“ inszeniert wurde. Die Handlung? Professor Higgins, ein Phonetiker und Philologe, beschwert sich wortgewandt über den Niedergang der Muttersprache. Überaus deutlich wird für ihn die Tatsache, dass von der Gesellschaft kein ordentlicher Sprachstil mehr verfolgt wird, als er auf Eliza Doolittle tritt, die als Blumenverkäuferin auf dem Londoner Markt arbeitet.

Und genau die Sprache dieser lässt Professor Higgins‘ graue Haare wachsen, denn sie spricht Kauderwelsch, wie wir es heute beschreiben würden. Gesangsstücke mit den Worten „wäre det nich wundascheen?“ und „es greent so green wenn Spaniens Blüta blüha“ gehören zu ihrem Wortschatz. Doch das soll sich ändern. Eine Wette mit Higgins Freund Pickering packt den Professor bei seiner Ehre. Das Ziel soll sein, Eliza Doolittle sprachtechnisch so aufzumotzen, dass sie bei einem feinen Pferderennen zu Gast sein kann – ohne aufgrund ihres Sprachstils aufzufallen. Gewürzt mit einer sich anbahnenden Liebesgeschichte dreht sich bei diesem Stück viel um die Sprache und die äußere Darstellung. Denn Eliza agiert letztlich wie eine feine Dame.

Kleider machen Leute – Worte aber auch

Der Ausspruch „Kleider machen Leute“ wird häufig bemüht – sogar dann, wenn es um das Outfit beim Einstellungstest oder zum Vorstellungsgespräch geht. In diesem Zusammenhang muss aber klar gesagt werden: Sie können sich in den schicksten Zwirn werfen, doch ohne eine anständige Form der Kommunikation, wird Ihnen jeder noch so schicke Dress nichts bringen. Doch was bedeutet es eigentlich, einen „angemessenen“ Sprachstil zu haben. Berücksichtigen Sie die folgenden Tipps für den Einstellungstest Sprachstile und Sie werden sprachlich keine Probleme bekommen.

  1. Sprechen Sie hochdeutsch. Auch wenn Sie aus dem tiefsten Bayern stammen oder Ihre aus dem Norden stammende Familie noch plattdeutsch spricht – im Einstellungstest Sprachstile, der vielmehr Teil jedes Einstellungstests ist, hat Dialekt nichts zu suchen.
  2. Vermeiden Sie unqualifizierte Füllwörter. „Äh“ ist hierbei die häufigste Form – die auch in den allermeisten Fällen Ihrem Gegenüber einen Schauer über den Rücken jagen wird. „Äh“ ist nämlich eigentlich kein wirkliches Wort, sondern zeugt nur davon, dass Sie sich Ihre Worte nicht im Vorfeld wohl strukturiert haben und Sie deswegen auf „äh“-Pausen bauen. Unqualifiziert. Negativ. Einfach sein lassen.
  3. Verwenden Sie keine Fremdworte (wenn Sie diese nicht ohnehin regelmäßig gebrauchen). Das wahrlich Schlimmste, was passieren kann, ist, wenn Sie versuchen die neu angeeigneten Fremdworte Ihrer Wunsch-Branche so häufig wie möglich unterzubringen. Sie würden nicht etwa belesen und wissend wirken, sondern wie ein Roboter, dem ein neues Wörterbuch einprogrammiert wurde. Ein sinnvolles Gespräch mit dem Personalreferenten, bei dem Sie sich auch als Mensch präsentieren, kann so nicht entstehen.
  4. Wählen Sie einen aktiven Sprachstil ohne Unsicherheitsformen. Verwenden Sie aktive Verben und vermeiden Sie so gut es geht Konjunktiv-Konstruktionen. Aktive Verben machen nämlich ihren Sprachstil lebendig und kommen gut an. Zu viele Sätze mit Konjunktiv lassen Sie schnell unsicher wirken.
  5. Erläutern Sie beispielhaft ohne arrogant zu wirken. Sicherlich ist es schwer an diesem Punkt das richtige Maß zu finden, denn letztlich ist es eine Abwägungssache. Grundsätzlich jedoch gilt, dass Sie auf die Frage nach Ihren Eigenschaften oder Fähigkeiten nicht nur mit einem hochtrabenden Adjektiv antworten sollten, sondern vielmehr mit einem Beispiel, das zeigt, wie Sie es in der Praxis umgesetzt haben. Aber Achtung: Dosieren Sie die Inhalte, die Sie persönlich in den Fokus rücken mit Bedacht, sonst wirken Sie schnell arrogant.

Ein Unternehmenssprecher über die No-Gos beim Einstellungstest Sprachstile

„Ein läppisches ‚Hallo‘ gepaart mit einem viel zu seichten Händedruck … Diese Kombination ist der wohl schlimmste Anfang eines Einstellungstests. Am liebsten würde ich dann schon wieder den Raum verlassen, das muss ich ganz offen zugeben. Natürlich tue ich das nicht, aber der Bewerber hat es dann in der Folge wahrlich schwer. Besser ist es da in meinen Augen, sich mit einem ordentlichen ‚Grüß Gott‘ zu begrüßen – gepaart mit einem ordentlichen, Selbstbewusstsein ausstrahlenden Händedruck.

Der Hallo-Sager, der seinem schlechten Eingangsbild auch im Verlauf des Gespräches weiterhin alle Ehre macht, wird dann vermutlich auswendig gelernte Floskeln auf die Fragen nach den Stärken, Schwächen und der Persönlichkeit absondern. O-8-15 – und nichts für ein Unternehmen, das auf der Suche nach DEM Mitarbeiter ist, in den investiert werden soll, damit die gemeinsame Zukunft rosig aussieht.

Der Grüß Gott-Sager hat sich indes gut vorbereitet. Er kann wohlklingende Attribute wie ‚teamfähig‘ zu sein mit ansprechenden kleinen Geschichten aus seinem Alltag als Vereinsvorstand rezitieren, er formuliert ansprechende Sätze, ohne mich mit Fachchinesisch zu bombardieren. Kurz um: Er ist ein angenehmer Gesprächspartner, mit dem ich mir auch vorstellen könnte, als Kollege zusammenzuarbeiten.“

Exkurs: Stottern als Handicap!?

Wer aufgrund von Nervosität stottert, bekommt dies meist vergleichsweise schnell in den Griff, sobald er sich buchstäblich „eingesprochen“ hat. Häufig aber tragen stotternde Menschen das Handicap mit sich herum, ohne je eine Linderung zu erfahren. Gerade im Beruf kann das zu Problemen führen, weswegen sich viele Stotterer fragen, wie sie mit ihrem Handicap umgehen sollen. Meist wird ihnen dazu geraten, mit offenen Karten zu spielen und darauf hinzuweisen. Der Grund: Wer erst im Gespräch vom Stottern erfährt, reagiert erst einmal derart irritiert, dass keine Konzentration mehr auf das eigentlich Gesagte möglich ist. Die Folge: Der Gesprächspartner muss sich zunächst einmal selbst wieder zum Thema zurückbringen. Die Antworten und der grundsätzliche Inhalt des Gesagten geht so schnell verloren. Die Menschen, die stottern, sollten sich eher nicht auf einen kommunikativen Job bewerben. Mit ihrem individuellen Fachwissen dürfen sie indes dennoch punkten – in Rahmen der schriftlichen Tests.

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