Mit dem Einstellungstest praktisches Geschick ist es ein wenig so wie mit dem Fachwissenstest: Er kann nie standardisiert zu Übungszwecken angeboten werden, denn wie soll die praktische Arbeit einer Visagistin mit der praktischen Arbeit eines Maurers verglichen werden.  Sicherlich ist Präzision in beiden Berufen gefragt, allerdings ist es ein himmelweiter Unterschied ob mit Make-Up oder mit Mörtel gespachtelt wird. Ergo: Der Einstellungstest praktisches Geschick kann nur branchenspezifisch oder besser noch berufsspezifisch betrachtet werden. Um Ihnen einen Einblick in den Einstellungstest praktisches Geschick zu gewähren, haben wir einige Azubis im dritten Lehrjahr um einen Rückblick in den Einstellungstest praktisches Geschick gebeten. Diese Antworten haben sie dabei gegeben …

Kai wird Fleischer. So sah sein Einstellungstest praktisches Geschick aus

„Dass ich mich mitten im Einstellungstest praktisches Geschick befand, war mir persönlich gar nicht klar, denn eigentlich wurde ich zu einem Probearbeitstag eingeladen. Da ich nicht etwa bei einem künftigen Kollegen mitgearbeitet habe, sondern wahrlich Job-Hopping betrieben habe und mal hier und mal da eine kleine Aufgaben übertragen bekam, merkte ich jedoch schnell, dass ich offensichtlich auf Herz und Nieren geprüft werden sollte. An der einen Station wurde ich gefragt, welche Fleischsorten ich kenne. Präsentiert wurde mir Rind, Pute, Lamm und Schwein. Anschließend sollte ich das Fleisch in gleichgroße Stücke schneiden – und mich dabei möglichst nicht verletzen. Beherzt schritt ich zur Tat. Spannend war für mich auch das Gewürze-Ratespiel, das ich bei der Fleisch-Misch-Maschine absolviert habe. Kurz um: Ich habe den ganzen Tag über kleine Tests gemeistert und viel über den Beruf gelernt. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und mich darin bestätigt, dass meine Berufswahl genau die Richtige gewesen ist.“

Melanie wird Friseurin. In ihrem Einstellungstest praktisches Geschick bekam sie eine Fangfrage

„Jetzt weiß ich, was das kalte Wasser ist, von dem alle sprechen, wenn sie eine Ausbildung beginnen. Ich bin bereits bei meinem Praktikumstag in dieses gesprungen oder viel mehr geworfen worden – obwohl ich eigentlich gar nicht wusste, dass ich nicht zu einem harmlosen Praktikum angetreten war, sondern zum Einstellungstest praktisches Geschick. Zuerst durfte ich die prächtige Mähne eines kleinen Mädchens kämmen. Da ich selbst als Kind lange Haare hatte, wusste ich, dass das bei mir nur funktioniert hat, wenn mich meine Mama unaufhörlich unterhalten hat. Da diese nicht dergleichen tat, habe ich das getan. Ich habe erzählt und erzählt und das Mädchen hatte mächtig Spaß dabei. Letztlich hatte ich die ganze Mähne gebürstet und meine Chefin rückte mit der Schere an. Fall Nummer 2 war im Grunde eine Fangfrage, denn eine schwarzhaarige Frau sprach mich an und bat mich um ihre Meinung. Sie wolle blond werden. Strohblond. Ohne viel zu überlegen, begann ich ein Gespräch mit der Kundin. Ich gab zu bedenken, dass es sowohl für das Haar als auch für die Seele eine Radikalkur wäre, die zwar machbar, aber nicht empfehlenswert sei. Letztlich stellte sich heraus, dass ich gerade die Azubine beraten hatte, die ebenfalls hier arbeitete. Es war ein harter Test, aber ich habe ja glücklicherweise bestanden.“

Bernd wird Koch. Im Einstellungstest praktisches Geschick musste er gegen die Uhr kämpfen

„Ich kam mir ein wenig vor wie in der Fernseh-Dokumentation, bei der Jugendliche um einen Ausbildungsberuf kämpfen, denn als ich zum Probearbeitstag im Restaurant kam, wurde ich direkt mit einem weiteren Bewerber konfrontiert, der auf dieselbe Ausbildungsstelle hoffte wie ich. Unser Arbeitstag glich einem Battle: Wir schälten Kartoffeln um die Wette, schnitten die Zwiebeln um die Wette und wollten stets aufmerksamer als der Konkurrent sein. Wie Sie sehen, habe ich mich durchgesetzt. Was ich nicht wusste, war: Ich habe nicht gegen meinen Konkurrenten gekämpft, sondern gegen meinen künftigen Kollegen. Sicherlich war der Probearbeitstag ein Stück weit ein Praxistest, aber in erster Linie war er auch ein Stresstest, denn die direkte Konkurrenzsituation war wirklich kein Zuckerschlecken. Aber das ist die Arbeit in der Küche ja auch nicht.“

Mareike wird Kauffrau für Logistik- und Speditionsdienstleistungen. So sah ihr Einstellungstest praktisches Geschick aus

„Zugegeben, ich liebe mein Telefon und mein Handy, aber als ich am ersten Praktikumstag mit gleich drei Telefonen am Schreibtisch überrascht wurde, war ich wirklich fast überfordert. Die Telefone läuteten ununterbrochen und meine Aufgabe war es, alle Aufträge akribisch genau in ein Angebotsformular zu schreiben – und ja kein Detail zu vergessen. Nach drei Stunden rauschte mir der Kopf und ich zweifelte wirklich daran, für diesen Job gemacht zu sein. Gott sei Dank bekam ich dann eine neue Aufgabe, die allerdings wieder genau mit den von mir aufgenommenen Aufträgen zu tun hatte. Ich sollte eine Tour zusammenstellen und dabei möglichst wenige Autos einsetzen – ohne dabei aber die Autos zu überladen oder gar einen Termin nicht zu halten. Strukturiert schritt ich zur Tat und als ich mir nicht mehr sicher war, wie viel ich wohl in einen Lastwagen reinladen könnte, behalf ich mir mit der Skizze eines Laderaumes. Wie Sie sehen: Ich habe den Einstellungstest praktisches Geschick bestanden – aber es war eine meiner schwersten Prüfungen.“

Simone erlernt das Dachdeckerhandwerk. Auch sie musste sich im Einstellungstest praktisches Geschick beweisen

„Ich wurde während des ganzen Einstellungsverfahrens schief von der Seite angesehen. Na klar, dachte ich mir, du bist ja auch eine Frau, die sich auf einen Männerberuf bewirbt. In diesem festen Glauben blieb ich auch bis zum Schluss. Doch genau diese Gedanken trieben mich wahrlich zu Höchstleistungen an. Ich wollte es allen – und vor allem auch den Männern – beweisen. Ich schleppte Werkzeug und Material, kletterte sicher als hätte ich noch etwas anderes getan auf den Dächern herum und reichte meinen Kollegen die erforderlichen Gegenstände, als könnte ich hellsehen. Nach meinen Probearbeitstagen vergingen einige Tage bevor der Betrieb mich wieder anrief. Ich hatte schon nicht mehr daran geglaubt und gedanklich schon einen Ausbildungsvertrag in einem Bürojob unterschrieben, der Frauen eben viel eher steht. Aber ich wurde in den Betrieb zitiert. Als ich dort ankam, bekam ich den Ausbildungsvertrag ausgehändigt und besiegelte damit meine Zukunft als Dachdeckerin. Warum mich alle Welt so komisch von der Seite angesehen hatte, wurde mir dann übrigens auch klar: Meine Ausbildungsleiterin war ebenfalls eine Frau und sie wollte ganz bewusst testen, ob ich mich von den komischen Blicken der Kollegen aus der Fassung bringen lassen würde.“

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