Der Einstellungstest Deutsch ist nicht etwa zu vergleichen mit dem Deutschunterricht, den man aus den höheren Schulklassen kennt, denn beim Einstellungstest Deutsch geht es nicht um Gedichtinterpretation, Reimschemata oder etwa die Verortung eines literarischen Werkes in einer bestimmten Epoche. Im Einstellungstest Deutsch geht es um die deutsche Sprache, die Sie beherrschen müssen, um am Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können. Das heißt Sie müssen zeigen, dass Sie die Rechtschreibung beherrschen, grammatikalisch auf Zack sind, Worte korrekt trennen können und auch mit den Satzzeichen Punkt und Komma buchstäblich im Schlaf richtig umgehen können. Geprüft wird das im Rahmen eines Diktats oder beim Schreiben eines Aufsatzes. Auf was Personalreferenten dabei achten, verrät ein Vertreter in diesem Interview.

Einstellungstest Deutsch

Welche Form des Deutsch-Tests ist denn heutzutage die häufigste?

Personalreferent: Die bessere Frage wäre wohl die, wann Deutsch NICHT getestet wird, denn hierauf gäbe es eine ganz klare Antwort: Deutsch ist Bestandteil in jedem Einstellungstest und nicht nur im ausgewiesenen Einstellungstest Deutsch. Aber natürlich möchte ich auch auf die Ausgangsfrage eingehen. Der Einstellungstest Deutsch kann in Diktat-Form, in Aufsatz-Form oder mit der Beantwortung von Multiple-Choice-Fragen durchgeführt werden.

Gibt es denn eine Tendenz, wann welche Testform realistisch ist?

Personalreferent: Multiple-Choice-Fragen sind eine ganz essentielle Frageform in jedem Einstellungstest, allein schon aus dem Grund, weil die Auswertbarkeit so leichter fällt. Bei diesen Fragevarianten werden meist Fragen zur korrekten Schreibweise gestellt und der Bewerber muss eine Antwort auswählen und ankreuzen.

Das Diktat ist schon die verschärfte Variante des Einstellungstest Deutsch, denn die Tatsache, dass eine fremde Person einen unbekannten Text diktiert, ist nicht nur aufregend und macht nervös, sondern ist auch eine Herausforderung der besonderen Art. In gewisser Weise ist das Diktat damit auch eine Art Stresstest.

Eine Kombination aus Persönlichkeitstest und Einstellungstest Deutsch ist beispielsweise der Aufsatz. Wird dabei ein Thema gewählt, das erörtert werden muss, werden damit nicht nur die Deutsch-Kenntnisse getestet, sondern es wird auch die Meinung abgefragt. Selbst bei einer Abwägung von Pro- und Contra-Argumenten muss der Bewerber letztlich zu einem Fazit kommen.

Und können Sie auch sagen, für welche Berufsgruppen welcher Test am häufigsten angewendet wird?

Personalreferent: Jeder muss Multiple-Choice-Fragen beantworten. Beamte, Büroangestellte sowie Polizisten und Feuerwehrleute müssen häufig ihr Können zusätzlich beim Diktat und beim Aufsatzschreiben unter Beweis stellen.

Und wie gefährlich ist es beim Erörterungsthema im Aufsatz eine falsche Meinung zu haben?

Personalreferent: Das kommt ganz aufs Thema an. Wenn es um ein unverfängliches Thema geht wie beispielsweise die Kommerzialisierung von Feiertagen wie Muttertag oder Valentinstag, dann kann kaum etwas schief gehen. Wenn hingegen über politische Themen geschrieben werden soll, müssen Vertreter des Rechts in erster Linie, im Grunde aber auch alle anderen die Meinung haben, die zum deutschen Grundgesetz und der Verfassung passt. Es kann also nur von einer „falschen Meinung“ die Rede sein, wenn sie gegen geltendes Recht verstößt, nicht aber, wenn ich ganz persönlich anderer Meinung bin.

Und was raten Sie den Bewerbern, wie sie sich am besten vorbereiten?

Personalreferent: Ich gehe eigentlich davon aus, dass ein Bewerber der deutschen Sprache mächtig ist. Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung müssen einfach passen. Das gibt es kein Pardon und auch keine Ausrede derart, dass Deutsch in diesem und jenen Beruf weniger wichtig ist. Das macht alles keinen Sinn, denn Deutsch ist immer wichtig und jeder, der in Deutschland arbeiten möchte, muss der deutschen Sprache mächtig sein. Zur Vorbereitung kann ich also kaum einen Tipp geben, denn wer erst für den Einstellungstest Deutsch beginnt, Deutsch zu lernen, wird ohnehin scheitern.

Können Sie auf den Unterschied der schriftlichen und der verbalen Deutschkenntnisse eingehen?

Personalreferent: Aber sicher. Schriftliche Kenntnisse habe ich ohnehin soeben erläutert. Dabei geht es um Zeichensetzung, Grammatik und Rechtschreibung. Verbale Deutschkenntnisse gehen eng einher mit klassischen Rhetorikkenntnissen. Spannenderweise lässt sich nicht unbedingt vom Kenntnisstand im einen Bereich auf den Kenntnisstand im anderen Bereich schließen.

Das heißt, dass Bewerber im Diktat perfekt sind und im Gespräch versagen?

Personalreferent: So und genau andersrum – beides ist möglich. Wer in Diktat und Aufsatz gut abschneidet, im Gespräch aber versagt, der hat – um ehrlich zu sein – die besseren Karten im Bewerbungsmarathon, denn wir haben ja gesehen, dass er Deutschkenntnisse besitzt. Vielleicht hat ihm im Gespräch lediglich die Nervosität einen Streich gespielt. Das kann ja mal vorkommen und wenn er sich nicht gerade als Makler oder Automobilkaufmann bewirbt, bei dem rhetorische Fähigkeiten überaus wichtig sind, dann ist das auch halb so schlimm.

Andersherum ist es dabei deutlich schwieriger. Wer also beim Aufsatzschreiben und im Diktat versagt und anschließend im Mündlichen punktet, bereitet uns durchaus Kopfzerbrechen. Wenn es um einen angehenden Azubi geht, ist es noch viel schlimmer, denn wir müssen befürchten, dass er vielleicht die Schule nicht schaffen kann – allein aufgrund seiner mangelnden schriftlichen Deutschkenntnisse. Wer sich auf eine Festanstellung bewirbt, könnte Glück haben, wenn sich wenig (Besserqualifizierte) auf die Stelle bewerben.

Und worauf achten Sie beim mündlichen Test?

Personalreferent: Mimik, Gestik, Inhalt, Aussprache, Sprachstil, … im Gespräch können Sie so viel ablesen. Natürlich ist es wichtig, dass die inhaltlichen Aussagen passen. Wenn also ein angehender Elektriker den Unterschied zwischen Volt, Ampere und Watt nicht kennt, dass wird’s wohl nichts mit der Stelle. Wenn das Inhaltliche passt, ist es mir persönlich sehr wichtig, dass der Bewerber deutlich spricht. Nuschler, die in ihren häufig nicht vorhandenen Bart grummeln, haben es schwer – und das nicht nur bei mir, sondern auch später in der Kommunikation mit Kollegen und Vorgesetzten. Grundsätzlich gilt auch, dass Kauderwelsch und Dialekt im Gespräch nichts zu suchen haben. Bei Gestik und Mimik ist es indes schwieriger, einen Rat zu geben, denn es gibt kaum ein richtig oder falsch. Grundsätzlich empfehle ich immer, offen und authentisch zu agieren. Doppeldeutiges, ein Zwinkern, ein Augenrollen oder dergleichen hat im Bewerbungsverlauf indes nichts zu suchen.

Zurück zum schriftlichen Deutsch-Test. Womit können Bewerber trainieren?

Personalreferent: Ich persönlich bin ein Fan des Einstellungstests für alle Berufe. Deswegen empfehle ich diesen auch gerne weiter. Er ist umfangreich und gibt realistisch die FAQs vor, die am häufigsten im Einstellungstest gestellt werden. Zudem sind die Erfolgschancen nach einem Training mit diesem Test gut. 91 Prozent bestehen anschließend den Einstellungstest. Das ist ein sehr gutes Ergebnis.

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