Der biografische Fragebogen ist eine Methode, die der Personalpsychologie entspringt. Warum mit biografischen Fragebögen gearbeitet wird, ist schnell erklärt: Es wird davon ausgegangen, dass das zukünftige Verhalten mit Blick auf die Vergangenheit zumindest in Teilen vorhergesagt werden kann. Im Unterschied zu den meisten anderen Persönlichkeitstests (zu Situationsentscheidungen oder Persönlichkeitsentscheidungen) ist ein Großteil der Daten, die im biografischen Fragebogen abgefragt werden, auch strukturell nachprüfbar. Inhaltlich betrachtet ist der biografische Fragebogen eine Mischung aus strukturiertem Poesiealbum und der Abfrage der Daten aus dem Lebenslauf der Bewerbung.

 

Biografische Fragebögen

Diese Inhalte sind im biografischen Fragebogen von Bedeutung

Was eingangs so flapsig mit dem Poesiealbum und dem Lebenslauf in der Bewerbung verglichen wurde, wird Ihnen greifbarer erscheinen, wenn Sie einen Blick auf diese Details werfen, die im biografischen Fragebogen von Bedeutung sein könnten:

  • die Persönlichen Daten wie etwa der Familienstand oder das Alter
  • die Art der Schulausbildung, Abschlüsse, Lieblingsfächer und Noten
  • der Finanzstatus mit Blick auf Einnahmen, Ausgaben, Eigentum und Schulden
  • die Interessen, Hobbys und Freizeitaktivitäten
  • der Beruf, die Berufserfahrung
  • die Persönlichkeit, die vom Selbstverständnis und der Einstellung zur Arbeit gezeichnet ist

Um eine Brücke zwischen diesen Inhalten und der späteren beruflichen Einsetzbarkeit zu schlagen, bedarf es an einiger Phantasie. Nicht zuletzt deswegen wurde am biografischen Fragebogen, der Ihnen im Rahmen eines Einstellungstests vorgelegt werden wird, noch weiter geschraubt. Berufliche Details ergänzen nun die eingangs erwähnten Fragenkomplexe um diese Themen:

  • Karriereverlauf (Tätigkeiten, Positionen)
  • Anzahl der Mitarbeiter
  • Budget und Umsatz
  • Erfahrungen, Ziele, Einschätzungen

Typische Fragen aus dem biografischen Fragebogen

Gerne führen wir Ihnen nun einige der Fragen auf, die im Einstellungstest biografischer Fragebogen auf Sie zukommen könnten. Da es dabei um Ihre ganz persönliche Einschätzung, Meinung und Erfahrung geht, können wir Ihnen an dieser Stelle nicht mit Musterantworten dienen. Wohl aber gibt ein Personalreferent darüber Auskunft, was aus seiner Sicht eine adäquate Antwort sein könnte, bzw. was das Unternehmen von der jeweiligen Antwort ablesen kann.

Welche Persönlichkeit bewundern Sie und warum?

Tipp vom Personalreferenten: „Bei dieser Frage geht es uns grundsätzlich gar nicht darum, wen sie bewundern, denn das ist letztlich eine Sache des persönlichen Geschmacks. Allerdings ist es manchmal durchaus aufschlussreich, ob der Bewunderte ‚real‘ ist oder vielleicht Superman heißt. Ein Stück weit hat das für uns auch mit Ernsthaftigkeit zu tun. Superman zu bewundern ist eher Kinderkram. Nelson Mandela zu bewundern heißt, sich auch kulturell und geschichtlich mit ihm auseinandergesetzt zu haben. Achtung: Nur einen großen Namen in den Raum zu werfen, bringt an dieser Stelle nichts, denn Sie müssen sich sicher sein, dass wir an dieser Stelle einhaken. Und dann müssen Sie auch inhaltlich über denjenigen Bescheid wissen, den Sie angaben zu bewundern.“

Beschreiben Sie Ihr Verhältnis zu Ihrer Familie.

Tipp vom Personalreferenten: „Vielleicht klingt es für den einen oder anderen altmodisch, allerdings ist das Verhältnis zur Familie immer auch ein Stück wegweisend für den Umgang mit anderen Menschen. Wer in einem intakten Elternhaus großgeworden ist und heute noch regelmäßig Kontakt pflegt, ist menschlich sicherlich anders, als ein Mensch, der in Heimen aufgewachsen ist, ohne jemals zu wissen, wo er wirklich hingehört. Dabei sage ich bewusst, dass es um eine ‚Andersartigkeit‘ geht – und nicht um besser oder schlechter. Tougher sind meist diejenigen, die sich alleine durchschlagen mussten. Was letztlich besser passt, entscheidet dann das Unternehmen.“

Vergleichen Sie Ihr Engagement als Schüler und als Berufstätiger.

Tipp vom Personalreferenten: „Das ist für mich eine sehr spannende Frage, mit der ich mich selbst erst auseinandergesetzt habe, als ich danach gefragt wurde. Um einen Eindruck davon zu bekommen, was eine mögliche Antwort sein könnte, erzähle ich Ihnen nun meine Antwort. Ich gehörte zu dem Typ von Schüler, der nie mit Einsern nach Hause gekommen ist. Nicht etwa, weil ich faul war oder dumm, sondern weil ich einfach keine Zeit hatte, denn ich hatte schon früh kleine Nebenjobs. Offensichtlich hat sich das bis ins Erwachsenenleben durchgeschlagen, denn meine Arbeit hat einen großen Stellenwert in meinem Leben.“

Die Sicherheit am Arbeitsplatz ist mir wichtiger als eine ansprechende Arbeit. Stimmen Sie dieser Aussage zu?

Tipp vom Personalreferenten: „Grundsätzlich würde ich jedem davon abraten, zuzugeben, dass er einen Job nur des Geldes wegen macht. Diesen Typ von Mitarbeiter will ich auch eigentlich nicht im Unternehmen haben, denn gute Arbeit ist letztlich immer auch auf Liebe und Passion für die Arbeit zurückzuführen. Wer allerdings nur sagt, die Arbeit muss sicher und gut bezahlt sein, der wird sich auch nicht über die Maßen einbringen.“

Dies sind meine wichtigsten Freizeitaktivitäten: …. Nennen Sie drei verschiedene.

Tipp vom Personalreferenten: „Natürlich ist es uns eigentlich egal, was Sie privat machen. Aber eben nur eigentlich. Schön ist, wenn Sie ein sportliches Hobby haben, denn dann wissen wir, dass es gut um Ihre Gesundheit bestellt ist. Free Climbing und Extrem Mountainbiken ist indes nichts, was ich an Ihrer Stelle unbedingt verraten würde, denn dabei ist das Unfall- und Verletzungsrisiko groß und kein Unternehmen wünscht sich Mitarbeiter im Krankenstand. Tipp: Ehrenamtlich Engagierte sind immer gern gesehen.“

Meine eigenen Ziele zu erreichen, ist mir das Wichtigste. Stimmen Sie dieser Aussage zu?

Tipp vom Personalreferenten: „Harter Tobak, nicht wahr!? Wenn Sie zustimmen, sagen Sie, dass Sie für Ihre Karriere über Leichen gehen würden. Wenn Sie ablehnen, gelten Sie als Weichei. Wer sich rauswindet und den Mittelweg vorzieht, dem wird nachgesagt, kein Profil zu haben und über keine eigene Meinung zu verfügen. Sie sehen also, dass es in keinem Fall eine richtige Antwort auf diese Frage geben kann. Behelfen Sie sich an dieser Stelle mit einem Beispiel, das Ihr Engagement und Ihre Zielstrebigkeit deutlich macht, ohne dass Sie dabei zu viel verbrannte Erde hinterlassen haben.“

Ein Auslandsaufenthalt wäre gegen die entsprechende Honorierung durchaus denkbar. Stimmen Sie dieser Aussage zu?

Tipp vom Personalreferenten: „Ich halte diese Frage für äußerst schwierig formuliert und ich erkläre Ihnen auch warum, denn es geht hier um zweierlei Dinge. Erstens müssen Sie angeben, ob Sie ins Ausland gehen würden. Und zweitens müssen Sie eine Aussage dazu treffen, wie wichtig Ihnen die Honorierung Ihrer Leistung ist. Vermischen würde ich diese beiden Dinge allerdings nicht. Achten Sie darauf, dass Sie – wie eben von mir erwähnt – beide Themen differenziert betrachten und auch beantworten.“

 

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